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Apfeldorf

16.07.2020

In Apfeldorf wird jetzt regelmäßig geblitzt

In Apfeldorf wird künftig geblitzt.
Bild: Wolfgang Widemann

Plus An einer Kreuzung in Appfeldorf, die viele Kinder überqueren, finden nun Radarkontrollen statt. Warum die erste Messung abgebrochen wurde.

Schon seit Jahren wird in Apfeldorf über die Sicherheit der Kinder beim Überqueren der gefährlichen Kreuzung Hauptstraße/Schelmengraben/Sinkweg diskutiert. Mit regelmäßigen Geschwindigkeitsmessungen sollen an der Stelle jetzt Raser ausgebremst werden. Die erste Kontrolle erfolgte bereits.

„Es geht uns um die Sicherheit an dieser Stelle“, betont Bürgermeister Gerhard Schmid. An der Stelle, wo tagtäglich die Grundschüler und die Kindergartenkinder die Straße überqueren, sind viele Autos und Lkw mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs, beklagen Eltern seit Jahren. Es hat deswegen bereits mehrere Ortstermine mit der Polizei gegeben. Der Zweckverband Oberland soll nun Verkehrsüberwachungen durchführen - und zwar direkt im Umfeld des Kreuzungsbereiches.

Bauliche Maßnahmen waren an der Staatsstraße nicht möglich - und für eine Ampel ist die Ortsdurchfahrt zu wenig frequentiert. Schon vor mehreren Jahren waren der Gemeinde daher Geschwindigkeitskontrollen zur Drosselung des Verkehrs empfohlen worden. Zunächst testete die Gemeinde aber erst einmal einen Geschwindigkeitsanzeiger, der in Leuchtziffern das gefahrene Tempo anzeigt. Mittlerweile steht ein solches Gerät fest am Ortseingang, aus Richtung Rott kommend. Nach anfänglichem Zögern und weiteren Diskussionen war die Gemeinde vor einigen Jahren schließlich dem Zweckverband Oberland beigetreten, der dann Radarkontrollen durchführte.

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Eine Ausnahmegenehmigung der Polizei

Geblitzt wurde bislang aber nicht direkt an der gefährlichen Kreuzung - sondern weiter unten auf Höhe Kapellenweg. Der Grund lag darin, dass der Kreuzungsbereich zu nahe am Ortseingang liegt. Festgelegt ist, dass ab 200 Metern hinter dem Ortsschild geblitzt werden darf. Ausnahmen gibt es laut Michael Strohmeier, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Landsberg, unter anderem, wenn die Polizei ein Gefährdungspotenzial bestätigt. Mittlerweile hat ein Ortstermin mit der Polizei, dem Zweckverband Oberland und Bürgermeister Gerhard Schmid stattgefunden. Das Ergebnis: Es darf nun doch direkt an der Kreuzung geblitzt werden. „Das ist mit der Polizei so abgesprochen“, sagte Schmid auf Nachfrage des LT.

Die Kommune wolle damit keine Geldeinnahme betreiben, sondern setze vielmehr auf eine abschreckende Wirkung, betont Schmid. Die erste Geschwindigkeitsmessung fand bereits statt. Allerdings zur eher ruhigen Mittagszeit. Nach heftigem Regeneinbruch wurde abgebrochen, noch bevor ein Geschwindigkeitsverstoß ermittelt werden konnte. „Zumindest in dieser Stunde ist keiner zu schnell gefahren - damit ist das Ziel ja erreicht“, sagte Thorsten Preßler, Außendienstleiter Zweckverband Oberland. Grund könnte auch gewesen sein, dass die Geräte relativ offensichtlich an der Straße aufgebaut waren. Dazu Preßler: „Es kommt oft vor, dass die Leute uns sehen und dann angepaßt fahren. „Aber wir wollen Sicherheit schaffen und die schwachen Verkehrsteilnehmer schützen.“

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