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Geltendorf

07.09.2019

In Geltendorf tanzen die Huosigau-Trachtler

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Die "Ammertaler" aus Dießen/St. Georgen führten beim Heimatabend in Geltendorf den "Bandltanz" auf.
Bild: Alwin Reiter

Am Freitag haben die Heimattage und das Jubiläumsfest des Geltendorfer Trachtenvereins begonnen. Am Sonntag gibt es nochmals viel bayerisches Brauchtum zu erleben.

Mit einem Standkonzert des Blasorchesters Geltendorf und des Spielmannszugs aus Dießen sind am Freitagabend das Fest zum 70-jährigen Bestehen des Geltendorfer Heimat- und Trachtenvereins und die 62. Huosigau-Heimattage des Huosigau am Geltendorfer Maibaum eröffnet worden.

Bleibt es noch trocken?

Etliche Fahnenabordnungen und die Veranstalter blickten zunächst mit Sorge gen Himmel. Als das Blasorchester unter der Leitung von Daniel Klingl und der Dießener Spielmannszug unter der Leitung von Andreas Huber mit traditionellen Klängen die Besucher unterhielten, hatte Petrus aber noch Einsicht und ließ nur ein paar Tropfen zu Boden fallen. Auch beim Umzug mit den 14 Vereinsfahnen der Ortsvereine und der Trachtenvereine vom Maibaum zum Festzelt am Bürgerhaus hielt sich der Regen zurück.

Beim Heimatabend im Festzelt traten verschiedene Trachtenvereine aus dem Huosigau sowie die Gaugruppe auf. Die Oberwies’nfelder Blasmusi begleitete die verschiedenen Tanzgruppen musikalisch. Die Oberwies’nfelder Blasmusi ist eine zusammengewürfelte Musikkapelle mit Spielern aus vielen verschiedenen Landkreisen.

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Von Peißenberg bis Merching und Menzing

Huosigau ist die Bezeichnung der Heimat- und Trachtenvereinigung mit Sitz in Weilheim mit Vereinen aus dem Landstrich von Peißenberg bis zum Fürstenfeldbrucker sowie den südwestlichen Aichach-Friedberger Landkreis und nach Menzing im Münchner Westen. Auch der T.E.V. Edelweiß Club aus Colorado/USA gehört dem Huosigau an. Gauvorstand ist Florian Vief, der auch den Geltendorfer Heimat- und Trachtenverein zu seinem 70-jährigen Bestehen beglückwünschte.

Vereinsvorstand Wolfgang Kurz und die Moderatoren Katrin Keller und Roland Schormayer führten durch den Trachtenabend im fast voll besetzten Bierzelt. Die Trachtenvereine zeigten ihr Können mit sauberen Schrittfolgen und Drehern den Besuchern, die jede Darbietung mit viel Beifall würdigten.

Tiefe und hohe Töne

Tiefe Töne gab es von den sechs Ammertaler Alphornbläsern aus Dießen und hohe Töne von den Goaßlschnalzern aus Weilheim. Acht Goaßler verteilten sich in den Reihen den Tischreihen im Zelt, die von zwei diatonischen „Ziach“ (Ziehharmonika) begleitet wurden. Die Geltendorfer Trachtler führten den Kronentanz auf. Diesen haben sie dem Heimat- und Volkstrachtenverein D’Paartaler aus Merching zu verdanken, der ihnen diesen Tanz beigebracht hatte, der bis heute noch in Perfektion dargeboten wird. Ein schönes Bild gab auch der Mammendorfer Trachtenverein mit den weißen Federn an den Hüten ab, der den Ammerseer aufführte. Der Patenverein D’Ammertaler aus Dießen/St. Georgen zeigte den Bandltanz.

Der Heimat- und Trachtenverein hieß nach der Gründung am 12. März 1949 noch „Gebirgstrachten-Erhaltungsverein Edelweiß Geltendorf“ und trug die Werdenfelser Tracht. Beim Beitritt zum Huosigau wurde der Verein in „Heimat- und Trachtenverein Geltendorf“ umbenannt. Heute trägt der Verein das „Dachauer Gwand“. Zum ersten Gaufest 1964 erstellte Albert Höpfl ein Bühnenbild, das zum jetzigen Jubiläumsfest wieder den Hintergrund der Bühne bildet.

So geht es am Sonntag weiter

Am Ende des Abends bedankte sich Vorstand Kurz bei allen anwesenden Vereinen und besonders bei der Feuerwehr für die hilfreiche Unterstützung zum Fest. Mit etwas Sorge blickte er jedoch auf das Wetter der nächsten Tage – insbesondere im Hinblick auf den Festumzug am Sonntag ab 14 Uhr. Außerdem steht am Sonntag um 10 Uhr ein Gottesdienst in der Kirche zu den Heiligen Engeln auf dem Programm, danach gibt es Mittagessen und Tanzauftritte sowie nach dem Umzug ab 15 Uhr einen bairischen Tanzboden.

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