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Prittriching

01.04.2019

In Prittriching wird noch vieles erneuert

Am Verlorenen Bach wird noch bis Mitte des Jahres der Hochwasserschutz verbessert. Die Gemeinde Prittriching hat für die Maßnahme im aktuellen Haushalt über 400000 Euro eingestellt.
Bild: Thorsten Jordan

Bürgermeister Peter Ditsch ist trotz hoher Schulden zufrieden. Was noch geplant ist und womit die Bürger bei den Gebühren rechnen müssen. Ein Fazit bei der Bürgerversammlung.

Die Gemeinde Prittriching hatte zwar noch nie so viele Schulden wie aktuell – es sind knapp 4,7 Millionen Euro – dennoch zog Bürgermeister Peter Ditsch bei der Bürgerversammlung in Prittriching ein positives Fazit zur finanziellen Situation der Gemeinde. Er verwies darauf, dass die Gemeinde trotz großer Investitionen einen Überschuss von einer Million Euro erwirtschaftet habe.

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Rathaus nun barrierefrei

Der Bürgermeister ging vor den rund 100 Besuchern im Sportheim des Fußballvereins unter anderem auf den Rathausumbau samt energetischer Sanierung und Erweiterung ein. Auf rund fünf Millionen Euro bezifferte er die Gesamtkosten für den Rathausumbau, das nun barrierefrei zugänglich ist.

In Prittriching wird noch vieles erneuert

Kritisch setzte sich Ditsch mit dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge auseinander. Für den Umbau des Dorfplatzes und den Ausbau der angeschlossenen Straßen – Kosten rund 2,5 Millionen Euro inklusive der Sanierung der Wasserversorgung – würden zwar Zuschüsse in Höhe der ausgefallenen Ausbaubeiträge der Anlieger erwartet. Später würden die Zuwendungen durch den Staat aber pauschaliert und deutlich geringer ausfallen als der tatsächliche Bedarf. „Der Straßenausbau in Prittriching und Winkl wird zukünftig deutlich schleppender vorangehen“, so Ditschs Prognose.

Ein Neubau des Kindergartens

Als zukünftige Projekte nannte er die notwendige Erweiterung beziehungsweise den Neubau des Kindergartens, die Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles des Spatzenturms und des Baderhauses, die anstehenden Sanierungsarbeiten im Freibad sowie ein Lückenschluss bei der Wasserversorgung zwischen Winkl und Scheuring. Auch eine neue Halle für den Turnverein bleibe ein Thema. Dort sei aber noch Abstimmungsbedarf zwischen den Vereinen und der Gemeinde notwendig.

Auch die Gebühren wurden diskutiert

Der Bürgermeister äußerte sich auch zu den Gebühren, die die Gemeinde erhebt. Während die Grabgebühren aufgrund der kostendeckenden Kalkulation erheblich steigen werden, das LT berichtete, könnten die Bürger bei den Abwassergebühren künftig eine Reduzierung erwarten. Diese werde kommendes Jahr neu kalkuliert.

Zu einer Nachfrage aus der Bürgerschaft kam es lediglich zum Thema Hochwasserschutz am Verlorenen Bach. Ob die gefällten Bäume nachgepflanzt werden, wollte ein Bürger wissen. Die Arbeiten, die wie berichtet unter der Regie des Wasserwirtschaftsamtes ausgeführt werden, sollen laut Ditsch bis Mitte dieses Jahres abgeschlossen werden. „Dann werden auch die Bäume ersetzt und ein Blühstreifen entlang des Baches angelegt“, sagte Ditsch zu.

In Winkl, wo die Bürgerversammlung bereits tags zuvor abgehalten wurde, gab es laut Bürgermeister keine Nachfragen oder Anträge aus der Bürgerschaft. Dort wurde im vergangenen Jahr die Alte Schule grundsaniert und für die Feuerwehr eine Eintoranlage angebaut, „sodass die Vereine dort ein Heim für die kommenden zwanzig Jahre haben.“ Peter Ditsch, der bei der Kommunalwahl kommendes Jahr nicht wieder antritt, zog auch schon einmal eine Bilanz seiner Arbeit als Bürgermeister. „Ich denke, dass ich ein gut bestelltes Haus hinterlasse und meinem Nachfolger eine gute Basis für die weitere Arbeit übergebe.“

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