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03.03.2008

In Pürgen bleiben die Männer unter sich

Die Bürger in den Gemeinden am nördlichen Lechrain müssen sich an viele neue Gesichter in den Ratsgremien gewöhnen. Die größten Veränderungen gibt es in Hofstetten, Igling, Obermeitingen und Prittriching. Frauen bleiben weiterhin deutlich in der Minderzahl in den Gemeinderäten.

Auf die 168 Sitze entfallen in den zwölf Gemeinden gerade einmal 23 Frauen. In Pürgen bleiben die Männer - wie in den Jahren zuvor - unter sich.

Egling: Den freigewordenen Sitz der SPD haben Bayernpartei/Freier Bürgerblock gewonnen. Damit erhält Werner Baur Unterstützung von Dieter Steininger. Die "grundsätzliche Einigkeit" im Rat, von der Bürgermeister Leonhard Wörl nach seiner Wiederwahl sprach, wird dadurch wohl nicht gefährdet werden.

Hofstetten: Frischer Wind in Hofstetten. Der Ortsteil Hagenheim hat deutlich an Gewicht gewonnen. Mit Benedikt Berchtold jun. wird ein Hagenheimer auf Otto Sanktjohanser im Hofstettener Rathaus folgen, die Dorfgemeinschaft Hagenheim legte einen Sitz zu und hat jetzt fünf Vertreter im Gemeinderat. Eine Frau und sieben Männer werden dem Gremium erstmals angehören.

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Hurlach: In Hurlach setzt man auf Kontinuität. Wilhelm Böhm bleibt mit einem überzeugenden Ergebnis Bürgermeister und auch bei der Verteilung der Sitze im Gemeinderat wird sich nichts ändern. Neun amtierende Gemeinderäte wurden wiedergewählt, drei neue kommen ab Mai dazu.

Igling: Es fällt nicht schwer, Sieger und Verlierer der Wahl zu benennen. Die Dorfgemeinschaft Igling und ihre Bürgermeisterkandidatin Christl Weinmüller haben allen Grund zum Feiern. Überraschend deutlich wählten die Iglinger und Holzhausener die 50-Jährige zur Nachfolgerin von Herbert Szubert. Im Gemeinderat hat Weinmüller sechs Bewerber der Dorfgemeinschaftsliste hinter sich.

Die Freien Wähler müssen einen Sitz abgeben. Viel schmerzlicher dürfte die erneute Niederlage von Günter Först sein. Vor sechs Jahren scheiterte er erst in der Stichwahl an Szubert, jetzt unterlag er dessen Wunschkandidatin. Auch ein kleines Wahlgeschenk (siehe Bild) - am Sonntagmorgen durften sich die Bürger über kleine Saftflaschen vor ihrer Haustüre freuen - konnte den Wähler nicht mehr umstimmen.

Kaufering: Wie auf Kreisebene und in der Stadt Landsberg haben die Grünen auch in Kaufering deutlich zugelegt. Hans-Jörg Pilz und Alex Glaser werden Einzelkämpferin Gabriele Triebel nun zur Seite stehen. Das Thema "Klausner" habe dabei sicher eine Rolle gespielt, war von den einzelnen Parteienvertretern zu hören. Die SPD, die mit den Grünen eine Listenverbindung eingeht, muss dies als gleichwertiger Partner tun. Die CSU verliert in Kaufering weiterhin an Boden. Nach 2002 verloren sie heuer einen weiteren Sitz im Ratsgremium.

Obermeitingen: Die Freie Wählergemeinschaft darf sich als Gewinner der Wahl fühlen. Sie gewann zwei Sitze dazu, während die CSU und die SPD jeweils einen verloren. Bürgermeister Clemens Weihmayer (54 Jahre) geht in seine mittlerweile sechste Wahlperiode.

Penzing: Ähnlich wie in Igling sind die Rollen in Penzing verteilt. Die Dorfgemeinschaft Penzing stellt mit Johannes Erhard nicht nur den neuen Rathauschef, sondern legte auch im Gemeinderat zu. Künftig dürfen dort fünf Vertreter Platz nehmen, während die CSU und die Dorfgemeinschaft Untermühlhausen ab Mai auf einen Sitz verzichten müssen.

Prittriching: Der kleine Ortsteil Winkl darf sich über einen weiteren Platz im Gemeinderat freuen. Neben Brigitte Heigl wird Ludwig Kerber sitzen. Die Burchinger haben im Rat aber dennoch die Oberhand, auch wenn die Dorfgemeinschaft nur noch acht statt bisher neun Gemeinderäte stellt. Ansonsten wird das Gremium kräftig durchgemischt. Die Hälfte der Räte ist neu. Von der Unabhängigen Wählergemeinschaft hat lediglich Georg Lichtenstern Erfahrung im Amt.

Pürgen: Von der Aufstockung des Gemeinderates von 14 auf 16 Mitglieder - der Ort hat die 3000-Einwohner-Marke überschritten - hat die Dorfgemeinschaft Pürgen profitiert. Die beiden zusätzlichen Ratssitze gingen an die Wahlgruppierung aus dem Ort, in dem der größte Zuzug zu verzeichnen war. Lengenfeld schickt erneut seine vier amtierenden Räte ins Rennen.

Scheuring: Bei der Zusammensetzung des Scheuringer Gemeinderates hat sich nichts geändert. Die Sitzverteilung bleibt gleich. Allerdings gibt es bei den Freien Wählern gleich drei neue Gesichter. Die Dorfgemeinschaft, für die Bürgermeister Manfred Menhard kandidierte, steht für Kontinuität. Fünf amtierende Gemeinderäte werden zwischen 2008 und 2014 erneut über die Entwicklung des Ortes entscheiden. Franz Maisterl, der Rathauschef Menhard 2002 knapp unterlag, darf sich immerhin über 48 Bürger freuen, die seinen Namen auf dem Wahlzettel für die Bürgermeisterwahl geschrieben haben.

Schwifting: Bernhard Drexl führt die Liste der Bürgergemeinschaft an. Ihn hätten 80 Schwiftinger gerne als Bürgermeister gesehen. Anstatt ihr Kreuz bei Amtsinhaber Richard Schaller zu machen, schrieben sie Drexls Namen auf den Stimmzettel. Drei Neue sitzen im Gremium, Manuela Dürr bleibt die einzige Frau.

Weil: Auch in Weil sitzt nur eine Frau am Ratstisch - dafür mit Kathrin Fischer eine frischgebackene Kreisrätin. Die Dorfgemeinschaft Weil, die Liste des künftigen Rathauschefs Anton Bauer, hat einen Sitz hinzugewonnen. Bauers Kontrahent Alois Vogt führt die Freie Wählergruppe Schwabhausen an, die ihren Sitz an die Weiler abtreten musste.

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