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28.04.2008

In Schondorf Betz oder Bergmaier?

Dießen/Schondorf/Utting (ger) - Ein dritter Kandidat hat in Dießen seine Bewerbung um das Amt des Zweiten Bürgermeisters bekanntgegeben: Es ist Grünen-Gemeinderat Michael Hofmann. In Schondorf und Utting stellt sich die Situation etwas übersichtlicher dar.

In Utting dürfte das Amt des Zweiten Bürgermeisters dem bisherigen Vorsitzenden der CSU-Fraktion, Karl Sauter, zufallen. Der gewählte Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) hat der CSU als mit der GAL größten Fraktion dieses Amt angeboten. "Und in der Fraktion sind wir zu der Auffassung gelangt, dass ich das machen soll", bestätigte Sauter. Er gehört dem Gemeinderat seit 1996 an. Der gelernte Rechtspfleger ist seit 1987 Beamter im Justizministerium. Als Abteilungsleiter für den Strafvollzug ist er verantwortlich für Bau- und Unterhaltsmaßnahmen an den Justizvollzugsanstalten.

Klingl nimmt sein Mandat nicht an

Wie die CSU-Fraktion künftig aussehen wird, steht inzwischen definitiv fest: Der nicht mehr wiedergewählte Bürgermeister Josef Klingl wird ihr nicht angehören. Er verzichtete nach längerem Überlegen darauf, das Gemeinderatsmandat anzunehmen. Für ihn rückt Sauters Schwägerin Claudia Sauter nach.

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Für etwas mehr Spannung könnte in Schondorf gesorgt sein. Möglicherweise zwei Personen beabsichtigen hier, sich um den Stellvertreterposten von Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) zu bewerben: Thomas Betz (CSU) und Kurt Bergmaier (Freie Wähler).

"Der Gedanke ist da, aber ich muss das erst noch mit meinem Chef abklären", sagte Betz auf Anfrage. Betz ist als Kanalwart beim Abwasserzweckverband Ammersee-West beschäftigt. Diese Tätigkeit habe ihm Erfahrungen beschert, die ihm durchaus auch als Zweitem Bürgermeister von Nutzen sein könnten: "Zu meinen Aufgaben gehört auch, zu überprüfen, wie die verschiedenen Häuser an den Kanal angeschlossen sind, da muss ich oft Gespräche mit den Leuten führen und bin konflikterprobt." Ferner verweist Betz auf seine Tätigkeit in mehreren Ortsvereinen. "Als Zweiter Bürgermeister braucht man einen Bezug zu den Personen, die in den Vereinen tätig sind."

Zwei Stimmen von anderen Gruppierungen

Ob Betz jedoch in der konstituierenden Gemeinderatssitzung eine Mehrheit bekommt, ist offen. Die CSU stellt mit sieben Personen zwar die stärkste Fraktion, Betz bräuchte aber mindestens noch zwei Stimmen aus den Reihen von SPD, Freien Wählern und Grünen.

Als zweiter Kandidat könnte Kurt Bergmaier (Freie Wähler) auftreten. "Das wäre denkbar, wenn es die Mehrheit will", bekundete der freiberufliche Architekt auf LT-Anfrage. Er wolle vor allem auch die kulturellen Belange vertreten, um den "Kulturdampfer" weiterzubewegen, der dem verstorbenen Bürgermeister Gerd Hoffmann immer ein Anliegen gewesen sei.

In Dießen hat sich mit Grünen-Gemeinderat Michael Hofmann übers Wochenende derweil ein weiterer Kandidat für das Amt des Zweiten Bürgermeisters zu erkennen gegeben. "Der Hut liegt im Ring", sagte der Kommunalpolitiker. Die Grünen (sie legten bei der Gemeinderatswahl um rund ein Prozent der Stimmen und ein Mandat zu) gehörten "absolut zu den Gewinnern", begründet der Kaufmann seine Kandidatur. Außerdem sollten bei der Besetzung dieses Amtes auch die Ortsteile berücksichtigt sein. Allein der 700-Einwohner-Ort Dettenschwang stelle ab 1. Mai fünf Gemeinderatsmitglieder, darunter zwei Grüne.

Vor Hofmann hatten Hannelore Baur (SPD) und Franz Sanktjohanser (offener Kreis) ihre Bewerbung um den Stellvertreterposten im Rathaus bekanntgegeben. Daneben ist Peter Fastl (Freie Wähler) als Kandidat im Gespräch.

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