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Utting

11.06.2020

In Utting kann man jetzt in einem Fass Urlaub machen

Sechs Campingfässer, in denen Urlauber künftig auf dem Uttinger Campingplatz Urlaub machen können, hat die Pächterfamilie Pickl aufgebaut.
Bild: Petra Straub

Plus Auf dem Uttinger Campingplatz können Gäste in besonderen „Häusern“ übernachten. Minimalistisches Wohnen ohne Küche und Wasseranschluss ist seit Kurzem möglich.

Der Campingplatz in Utting hat eine neue Attraktion. Elf Campingfässer sollen Gästen künftig ein ganz neues, heimeliges Wohnerlebnis in Seenähe bieten. Sechs Fässer stehen an den Bootsliegeplätzen, fünf in der Nähe der Rezeption. Sie bieten minimalistisches Wohnen, ohne Küche und Wasseranschluss. Der Platzbedarf ist auf zwei Gäste ausgerichtet und erweiterbar auf vier Personen, sodass eine vierköpfige Familie dort ohne Weiteres Unterschlupf finden kann. Raucher und Hunde sind jedoch nicht erlaubt.

Rund 85.000 Euro wurden in Anschaffung und Aufbau der Campingfässer investiert. Mit einem Drittel beteiligt sich der Campingplatzpächter, die Familie Pickl, daran (28.000 Euro), 57.000 Euro stemmt die Gemeinde. Noch herrscht Ruhe auf dem Campingplatz. Wie Tanja Radke, Mitarbeiterin an der Rezeption, erzählt, war mit einer Eröffnung Ende Mai geplant. Seit Bekanntgabe dieses Termins läuft bei ihr das Telefon heiß. „Jetzt geben alle Vollgas mit den Buchungen und die Gäste rennen uns für die Pfingst- und Sommerferien die Bude ein“, freut sich Radke.

Die neue Unterkunft ist sehr begehrt

Die meisten suchen einen Stellplatz für Wohnwagen oder Wohnmobil, aber auch viele Campingfässer wurden schon gebucht. Diese Holzfässer bieten eine besondere Art der Übernachtung. Zwar fehlt der Wasseranschluss, doch auf die Gäste wartet ein großes Bett mit ein mal zwei Meter, zusätzlich können noch zwei weitere Betten mit je 65 Zentimetern mal zwei Meter aufgestellt werden. Ein ausziehbarer Tisch und geräumiger Gepäckraum bieten weiteren Komfort – und bei schlechtem Wetter sorgt eine Infrarot-Deckenheizung dafür, dass niemand friert.

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Ruhiger läuft die Suche nach einem Zeltplatz ab, jedoch sei die Nachfrage auf dem Vorjahresniveau, so Radke: „Für Zelte haben wir noch viel Platz, wir dürfen die Plätze aber nicht so dicht vergeben.“ Nach dem Besucher-Einbruch in der ersten Jahreshälfte – sämtliche Buchungen für die Osterferien wurden abgesagt – ist die Freude der Campingplatzbetreiber nun groß, dass sich der Platz wieder füllen wird.

Es ist noch viel geplant

520.000 Euro sind heuer im Uttinger Haushalt für die Ertüchtigung des Campingplatzes eingeplant, so für Spielgeräte, Heizung, Elektroverteilung, Trinkwasserstellen und einen Leader-geförderten Beachvolleyballplatz.

Der neue Gemeinderat wird entscheiden müssen, ob alle Maßnahmen trotz Einnahmeausfällen durch zum Beispiel Gewerbesteuerrückstellungen durchgeführt werden sollen. In einer der vergangenen Sitzungen hatte die Verwaltung dem Uttinger Gemeinderat bereits eine „Streichliste“ vorgelegt, auf der auch der Beachvolleyballplatz (Kostenpunkt: 65.000 Euro) zu finden war.

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