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In den Flieger nach Mallorca? Anfeindungen sind fehl am Platz

Dominik Stenzel
Kommentar Von Dominik Stenzel
07.04.2021

Plus Jeder sollte für sich entscheiden, ob er jetzt in den Flieger nach Mallorca steigen möchte. Anfeindungen sind fehl am Platz, meint LT-Redakteur Dominik Stenzel.

Eines scheint klar: Urlaub hätte sich nach den kräftezehrenden vergangenen Wochen und Monaten, mit so vielen Einschränkungen und Entbehrungen, wohl jeder verdient. Doch es gehört auch zur Wahrheit, dass wir uns derzeit in der wohl schwierigsten Phase der Corona-Pandemie befinden. Das zeigt allein die Tatsache, dass das bayerische Kabinett die geplante Umsetzung der Modellregionen um zwei Wochen nach hinten verschoben hat. Ob gerade jetzt die richtige Zeit gekommen ist, in den Flieger nach Mallorca zu steigen, muss dennoch jeder für sich selbst entscheiden.

Viele Menschen verbinden Mallorca mit dem Ballermann

Ein nicht unerheblicher Teil der Menschen verbindet Mallorca vor allem mit dem Ballermann. Wenn der Name der Insel fällt, schießen sofort Bilder von Feierwütigen in den Kopf, die dicht gedrängt an einem Strand Sangria aus einem Zehn-Liter-Eimer schlürfen. Man darf durchaus der Meinung sein, dass auf Reisen in der aktuellen Situation verzichtet werden sollte. Anfeindungen und Beschimpfungen – auch gegenüber Reisebüros, die um ihre Existenz kämpfen –, sind aber absolut fehl am Platz.

Wer nach Mallorca fliegt und für ein paar Tage die Sonne genießen will, macht aktuell nichts Verbotenes. Die Baleareninsel ist kein Risikogebiet, Tests stellen sicher, dass (hoffentlich) kein Corona-Infizierter im Flieger zurück nach München sitzt. Was hingegen nicht erlaubt ist: Private Feiern, die regelmäßig von der Polizei aufgelöst werden müssen. Diese tragen wohl eher zur Verbreitung des Virus bei.

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09.04.2021

... das finde ich nicht, klar muss es jeder selbst entscheiden, aber im Sinne Risikominimierung sollt man Reisen derzeit nach Möglichkeit vermeiden.

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