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Landkreis Landsberg

31.08.2020

In den Gärten im Landkreis Landsberg gibt es einen klaren Trend

Die Sponsoren der LT-Gartenserie: Unter anderem ist die Gärtnerei Geier in Weil dabei. Das Foto zeigt die Floristinnen Franziska Mösl (links) und Jasmin Geier.
Bild: Thorsten Jordan

Die Sponsoren der LT-Gartenserie verraten, welche Pflanzen bei den Gartlern im Landkreis besonders beliebt sind. Und es gibt auch Tipps, auf was man achten sollte.

Die Gartenserie des Landsberger Tagblatts zeigt, wie kreativ viele Menschen aus dem Landkreis Landsberg im eigenen Garten sind. Keines der kleinen Naturparadiese gleicht dem anderen. Drei der schönsten Gärten, die in der Serie vorgestellt werden, bekommen am Ende einen Preis, den die Gärtnereien Scherdi aus Hofstetten, Geier aus Weil und Dumbsky aus Hechenwang spendieren. Im LT-Gespräch verraten drei Profigärtner jener Betriebe, welche Pflanzen gerade im Trend liegen und auf was Hobbygärtner beim Anbau achten sollten.

In der Corona-Krise verbringen die Menschen zwangsläufig mehr Zeit daheim. Einige scheinen deswegen die Arbeit im eigenen Garten für sich zu entdecken. „Insbesondere kurz nachdem wir wieder öffnen konnten, ist die Nachfrage schon nach oben gegangen“, sagt Karin Weber von der Gärtnerei Geier in Weil. Der 1974 gegründete Betrieb mit seiner mehr als 20.000 Quadratmeter großen Produktions- und Verkaufsfläche befindet sich in der Beuerbacher Straße. In unmittelbarer Nähe des Gartenfachmarkts wurde vor zwölf Jahren der dazugehörige Flora Gartenpark eröffnet, wo unter anderem Stauden, Bäume oder Sträucher angeboten werden. Für die Gartenserie des Landsberger Tagblatts wird die Gärtnerei Geier einen Staudenmixkorb im Wert von 80 Euro spendieren.

Die Sponsoren der LT-Gartenserie: Unter anderem ist die Gärtnerei Dumbsky dabei. Das Foto zeigt Siegfried Dumbsky.
Bild: Thorsten Jordan

Momentan seien bei den Menschen etwa Obstgehölze für den Eigenanbau oder Hecken, die als Sichtschutz dienen, beliebt, sagt Weber. Außerdem hat das Volksbegehren für Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“ bei den Menschen im Landkreis offenbar Spuren hinterlassen. „Viele Leute kommen zu uns, um sich nach bienenfreundlichen Pflanzen zu erkundigen“, sagt Weber.

Gerade für Einsteiger sei bei der Gartenplanung eine umfassende Beratung wichtig, betont die Fachfrau. „Wenn der Kunde möchte, bekommt er bei uns alles aus einer Hand – von der Planung bis zur Ausführung“, sagt Weber. Es gelte beispielsweise darauf zu achten, wo die Pflanzen herkommen, und dass sie zum hiesigen Klima passen. Angehende Hobbygärtner sollten beim Anbau etwa auf bewährte Apfelsorten oder Rosen mit ADR-Prädikat setzen. Gewächse mit solch einem Siegel wurden von Rosenzüchtern und unabhängigen Experten einer strengen Prüfung unterzogen.

Wegen Corona haben die Leute mehr Zeit zum Gärtnern

Kurt Scherdi führt die gleichnamige Gärtnerei Scherdi in Hofstetten in dritter Generation. „Bei uns finden die Menschen für den eigenen Garten eigentlich alles – von A bis Z“, sagt er. Auch in Scherdis Gärtnerei, die für die LT-Gartenserie einen Obstbaum spendieren wird, sei die Nachfrage während der Corona-Krise gestiegen. „Die Menschen haben nun mehr Zeit und die Arbeit im Garten steckt einfach an. Deswegen finde ich, dass die Gartenserie eine tolle Sache ist.“

Die Sponsoren der LT-Gartenserie: Unter anderem ist die Gärtnerei Scherdi aus Hofstetten dabei. Unser Foto zeigt Andrea und Kurt Scherdi.
Bild: Thorsten Jordan

Besonders gut verkauften sich momentan Obstbäume, Gemüsepflanzen oder Kräutersorten fürs Hochbeet. „Das Thema Selbstversorgung liegt voll im Trend“, sagt Scherdi, dessen Betrieb fast alle Pflanzen selbst erzeugt. „Wir versuchen dabei, Qualität nachhaltig zu produzieren“, sagt Scherdi. Das bedeutet in erster Linie: umweltfreundlich und ohne Einsatz von Chemie.

Gemüse, Kräter und Salat werden bei den Gärtnereien stark nachgefragt

Auf eine ebenfalls recht lange Geschichte blickt die Gärtnerei Dumbsky zurück. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Betrieb in Schondorf gegründet, 1991 erfolgte der Umzug in den Neubau am heutigen Standort in Hechenwang. Die beiden jetzigen Inhaber, Siegfried Dumbsky junior und seine Frau Monika, übernahmen die Gärtnerei 2002 und bieten etwa Hochzeitsfloristik, Grabschmuck, Kräuter und Zierpflanzen. Bei der Produktion stehe auch bei der Gärtnerei Dumbsky, die inzwischen einen Online-Shop eröffnet hat, das Prinzip der Nachhaltigkeit ganz weit oben. „Wir reduzieren den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, so weit es geht“, sagt Siegfried Dumbsky. Stattdessen würden beispielsweise Nützlinge und effiziente Mikroorganismen beim Anbau eingesetzt. Um den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu reduzieren, nutzt die Gärtnerei auf dem Betriebsgelände zudem Photovoltaikstrom.

Auch Siegfried Dumbsky bestätigt die steigende Nachfrage nach Salat, Gemüse oder Kräutern sowie das steigende Umweltbewusstsein der Hobbygärtner. „Insektenfreundliche Pflanzen sind sehr im Kommen“,sagt der Gärtnermeister. Für die Gartenserie stellt die Gärtnerei Dumbsky einen Gutschein zur Verfügung.

Die LT-Gartenserie blickt jede Woche in ein grünes Idyll im Landkreis: Hinterhofgarten, hängende Gärten, Terrassen oder Balkone – jeder, der mag, kann mitmachen und seine gärtnerischen Fähigkeiten vorstellen. Rufen Sie uns an unter 08191/326-200 oder schreiben Sie eine E-Mail an redaktion@landsberger-tagblatt mit dem Stichwort „Gartenleidenschaft“.

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In den Gärten im Landkreis Landsberg gibt es einen klaren Trend
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