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05.02.2015

In der Türkei ist er der Deutsche

Erdem Bayiryüzü betreibt in Landsberg einen Imbiss.
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Erdem Bayiryüzü betreibt in Landsberg einen Imbiss.
Bild: Görkem Ficilar

Beim Projekt Türkenmariandl stellen Schüler Geschäftsleute vor. Heute Erdem Bayiryüzü

Warum heißen die meisten Eisdielen in Deutschland „Cortina“? Diese und viele weitere Fragen beantworten Schüler der Mittelschulen nach Interviews mit Landsberger Gastronomen im Rahmen des Projekts Türkenmariandl. Ihre Geschichten lesen Sie in einer Serie im LT. Heute wird Imbissbesitzer Erdem Bayiryüzü vorgestellt.

 „In Deutschland bin ich Ausländer – in der Türkei ein Tourist“, sagt Erdem Bayiryüzü, dessen Name zweifelsohne türkisch ist. Aber der Besitzer des Pamukkale-Imbiss in der Hubert-von-Herkomer-Straße 73 hat einen deutschen Pass. Der 25-Jährige ist in Landsberg geboren, seine Mutter kam im Jugendalter nach Deutschland. Erdem Bayiryüzü ging auf die Fritz-Beck-Schule, brach diese aber in der achten Klasse ab, um im Pamukkale zu arbeiten. Pamukkale ist der Name einer türkischen Stadt. Den Imbiss hat er von seinem Vater übernommen. Die Schönheit der Häuser und die Ruhe gefallen ihm an Landsberg, trotzdem wollen er und seine Eltern zurück in die Türkei. Später, irgendwann, wenn sie die Möglichkeit haben.

Zu Hause spricht die Familie Türkisch. Sehr wichtig ist Erdem Bayiryüzü die Religion. Er betet fünfmal am Tag. Falls er heiratet, meint er, dann nur, wenn man sich vorher auf eine Religion geeinigt habe. Er macht jedes Jahr in der Türkei Urlaub. Allerdings wird er dort als Deutscher angesehen. Zu Hause, das ist für ihn Landsberg. Und so kommen neben türkischen Gerichten auch asiatische und deutsche Mahlzeiten auf den Tisch, wie zum Beispiel Schnitzel mit Pommes.

Text: Cedric Trautwein, 15 Jahre, 10. Klasse, Mittelschule Landsberg, geboren in Schwabmünchen, beide Eltern sind Deutsche.

Foto: Görkem Ficilar und Cedric Trautwein.

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