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Jubiläum in Landsberg

12.10.2012

In die Mitte der Gesellschaft hinein

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3 Bilder
Mit großem Enthusiasmus musizierten Menschen mit Behinderung (hier: Ramba Zamba, IWL-Werkstätten) beim Jubiläumsfest des Behinderten-Beirats.

Behinderten-Beirat setzt sich seit 20 Jahren für die Gleichbehandlung im Alltag ein

Mit großer Spielfreude und bei entspannter Stimmung feierte der Behinderten-Beirat für den Landkreis Landsberg im Sitzungssaal des Landratsamtes seinen 20. Geburtstag. Geführt war der Festakt von den Grußworten der Ehrengäste und Festredner, geprägt aber von den Auftritten der Musikgruppen der verschiedenen Behinderteneinrichtungen und deren großer, unverstellter Freude an diesem Abend.

Die Bärte waren noch lang und das Haar so mancher Akteure der ersten Stunde noch voller und dunkler. Fast wie bei einem Familientreffen wurden Bilder aus einer Chronik im Auditorium kommentiert, die Sprecher der Mitgliederversammlung im Behindertenbeirat und Leiter der Regens-Wagner-Stiftung Holzhausen, Ulrich Hauser, zusammengestellt hatte. Erster Geschäftsführer des am 19. März 1992 neu gegründeten Behinderten-Beirates war übrigens Erich Püttner, heute Bürgermeister der Marktgemeinde Kaufering.

Er war ebenso gekommen wie zum Beispiel Landrat Walter Eichner, der als erster Festredner vor die Mikrofone trat. 20 Jahre lang habe der Beirat immer wieder auf die Belange, auf die Sorgen und Schwierigkeiten von Menschen mit Behinderungen aufmerksam gemacht. Respekt verdienen daher die Personen, die meist in ehrenamtlichem Einsatz versucht haben, Verbesserungen der Lebensbedingungen im Alltag zu erreichen. Zwei Jahrzehnte seien eine lange Zeit, in der viel erreicht wurde. Allerdings, so der Landrat weiter, sei noch ein weiter Weg zu gehen, bis alle öffentlichen Einrichtungen, Straßen und Plätze barrierefrei sind.

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Belege dafür lieferte Ulrich Hauser in seiner Präsentation. Ein „Lieblingsthema“ seien über all die Jahre hinweg zum Beispiel Bahnhoftoiletten, die zwar oft behindertengerecht ausgestattet seien (Landsberg), doch als Lagerraum genutzt würden und damit für Menschen mit Behinderungen nicht mehr zu nutzen sind. Zahlreiche Vorstöße hätten zwar viele Besserungsbekenntnisse erbracht, doch ein weiteres Bild, am Morgen (8.35 Uhr) des vergangenen Donnerstages, dem Festtag, aufgenommen, zeigte eine unveränderte Situation.

Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung

Erfahrungen wie diese fordern von allen Beteiligten viel Energie, Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen, wusste auch die Behindertenbeauftragte von Stadt und Landkreis Landsberg, Barbara Juchem, zu berichten. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung sei die vom Kreistag jüngst beschlossene Bestandsaufnahme über Barrierefreiheit in landkreiseigenen Einrichtungen. Als gemeinsames Ziel gab sie wie der Leiter der Offenen Behindertenarbeit, Hans-Peter Bichler, die Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit aller Personen aus, die helfen, die Menschen mit Behinderung in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Barbara Juchem: „Alle müssen irgendwann einmal gleichbehandelt werden.“ Dies sei Forderung und Ansporn zugleich für die weitere Arbeit des Behinderten-Beirats.

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