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Dießen

12.09.2017

In einigen Restaurants hat es sich ausgeschlemmt

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Das „va béne mercatino“ im Dießener Bahnhof schließt im Januar.
Bild: Stephanie Millonig

Die Dießener Gastroszene ist in Bewegung. Zwei haben seit Kurzem geschlossen und im Bahnhof wird im Januar das Licht ausgeschaltet.

„Time to say GOOD BYE“ ist auf der Anschlagtafel vor dem Lokal Susantha’s in Riederau zu lesen. Das Restaurant ist seit Anfang September geschlossen. Susantha Stübben erläutert gegenüber dem Landsberger Tagblatt, dass er frische, regionale Produkte eingekauft habe, das Reh vom Jäger, Geflügel und Lamm aus Hohenfurch sowie Fisch aus Utting. Doch wie Stübben schildert, fehlte für diese hochwertigen Produkte und den damit verbundenen Preis vor Ort die ausreichende Nachfrage.

Die Gäste seien zumeist auf München, Fürstenfeldbruck oder Starnberg gekommen. Es gebe Menschen, die die Qualität schätzten - aber eben nicht ausreichend viele. „Irgendwann wird man müde.“ Und anders kochen wolle er nicht. Hinzukomme, dass das Restaurant an der Seiboldstraße keine Toplage am See habe. Der Cateringservice werde aber weitergeführt, so Stübben, der auch zehn Jahre in der Alten Villa in Utting kochte.

Im „va béne mercatino“ im Dießener Bahnhof wird heuer noch Cappuccino ausgeschenkt und mediterran aufgekocht, doch im Januar ist damit Schluss, wie David Hauer gegenüber dem LT bestätigt. „Das Lokal lief und läuft nicht schlecht“, so der Pächter der gemeindlichen Immobilie. Das Endergebnis stünde jedoch in keinem Verhältnis zu den Arbeitsstunden, die zu erbringen seien.

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Auch den Chinesen gibt es nicht mehr

Das Lokal hat keine richtige Außenterrasse, bei schlechtem Wetter ist laut Hauer viel los, bei schönem Wetter sei der Besuch eher schlecht. Darum waren Sommeröffnungszeiten eingeführt worden: Sonntag und Montag ist geschlossen, Dienstag und Mittwoch wird ab 16 Uhr dichtgemacht und nur donnerstags, freitags und samstags ist von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Abendöffnungszeiten wurden nach Hauers Erfahrung gut angenommen. Sich auf dieses Abendgeschäft zu konzentrieren, komme für ihn jedoch aus privaten Gründen nicht in Frage.

Die Sommeröffnungszeiten werden laut Hauer bis zur Geschäftsaufgabe im Januar beibehalten. „Bis dahin werden wir weiterhin mit viel Liebe und Engagement arbeiten. Beispielsweise stehen die nächsten und vorerst auch letzten Weinabende mit Winzern unserer Eigenimportweine an.“ Auf diese Veranstaltungen konzentriere man sich momentan sowie auf das Magic Lake Festival. Bürgermeister Herbert Kirsch bedauert die Kündigung.

Seit Längerem geschlossen ist das „China Town“ am Marktplatz. Wer durch die Fenster blickt, sieht noch gedeckte Tische, die Telefonnummer hat aber offensichtlich keinen Anschluss mehr. Auch auf eine E-Mail an eine Adresse aus dem Netz, antwortet niemand.

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