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Wasserwacht

21.05.2015

In ruhigem Gewässer

Dießener Ortsgruppe zählte im vergangenen Jahr weniger Einsatzstunden – das blieb nicht ohne Folgen

Auf ein vergleichsweise ruhiges Jahr hat die Dießener Wasserwacht bei ihrer Hauptversammlung im Wirtshaus am Kirchsteig zurückgeblickt. Den Eindruck eines eher ruhigen Jahres vermittelte der Vortrag des Technischen Leiters Olaf Raabe: Die Zahl der Wach- beziehungsweise Einsatzstunden lag mit 2995 deutlich unter denen der vorherigen Jahre. Auch die Bootseinsätze und Stunden fielen deutlich geringer aus. Die 55 Erste-Hilfe-Leitungen lagen sogar 70 Prozent unter denen des Vorjahres, allerdings waren die Verletzungen schwerwiegender als früher, sodass die Abtransporte durch den Rettungsdienst häufiger in Anspruch genommen werden mussten.

Die geringeren Einsatzzahlen hatten auch weniger Einnahmen zur Folge und damit finanzielle Auswirkungen: Kassierin Andrea Wessely berichtete, die Ortsgruppe habe erstmals seit vielen Jahren im Minus abgeschlossen, sodass auf Rücklagen zurückgegriffen werden musste.

Ein anderer Grund für das Defizit waren beträchtliche Investitionen: So wurden für neue Ausrüstungen der Rettungstaucher rund 5000 Euro, für die Sonderausstattung des neuen Einsatzfahrzeuges sogar rund 16000 Euro ausgegeben. Das Einsatzfahrzeug wird zwar durch den Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt, jedoch mussten der Allradantrieb, das Automatikgetriebe und andere Sonderausstattungen selbst gezahlt werden, heißt es in einer Mitteilung.

Für das laufende Jahr gebe es wieder einige Neuerungen. Für aktive Mitglieder werde das erweiterte Führungszeugnis kommen und der Digitalfunk werde in Betrieb genommen, teilte Vorsitzender Frank Böhm mit.

Die stellvertretende Jugendleiterin Martina Hirn berichtete über die umfangreichen Ausbildungen und Unternehmungen der Nachwuchsretter. Besonders glücklich waren diese über die erreichten Plätze beim Bezirkswettbewerb. Sowohl die Stufe 2 (elf bis 13 Jahre) als auch die Stufe 3 (14 bis 16 Jahre) waren bei der ersten Teilnahme nicht auf dem letzten Platz gelandet. Damit ist der Ehrgeiz geweckt und alle Jugendlichen trainieren, um sich für den nächsten Wettbewerb zu steigern.

Danach wurden viele Anwesende durch Zweiten Vorsitzenden der Kreiswasserwacht Johann Heilmeier für ihre teils langjährige Tätigkeit beziehungsweise Mitgliedschaft geehrt (siehe Kasten). Für einige Mitglieder gab es eine ganz besondere Ehrung. Die Hochwasserhelfer, die 2013 in Deggendorf im Einsatz waren, erhielten die Bundesmedaille „Fluthilfe 2013“ durch den Bundesinnenminister. (lt)

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