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Kreis Landsberg

07.01.2020

Ist der Stadelbrand Teil einer Brandstifter-Serie?

In der Nacht auf Sonntag brannte bei Haltenberg ein Stadel. Hunderte Schafen kamen ums Leben.
Bild: Manuel Pfänder

Plus Die Polizei geht davon aus: Auch der Großbrand bei Haltenberg wurde vom Feuerteufel gelegt. Es starben mehr Schafe als zunächst angenommen.

Die unheimliche Brandserie, die den Landkreis Landsberg seit Wochen in Atem hält, ist im Norden angekommen. Die Polizei zählt den Großbrand in Haltenberg (Gemeinde Scheuring) zu der ungeklärten Brandserie, die bislang im Landkreissüden gewütet hat. „Ein technischer Defekt kann ausgeschlossen werden. Wir gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus“, so Pressesprecher Michael Graf vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord auf Nachfrage unserer Zeitung. Wie berichtet, war am frühen Montagmorgen ein Stadel unweit der Burgruine Haltenberg in Flammen aufgegangen. Erstmals kamen Tiere bei einem Feuer der Brandserie ums Leben – deutlich mehr als ursprünglich angenommen.

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Wie die Polizei mitteilt, kamen entgegen der ersten Angaben nicht nur 200, sondern sogar 220 Schafe bei dem Brand des Stadels ums Leben. „Alle Tiere wurden getötet“, so Pressesprecher Graf. Die Schafe seien in der Nacht in einer Art Freilaufstall untergebracht gewesen und hätten keine Möglichkeit gehabt zu entkommen. Gegen 6.30 Uhr war bei der Integrierten Leitstelle der Vollbrand des Gebäudes gemeldet worden. Das alarmierte Großaufgebot der Feuerwehr konnte die Reste des Gebäudes nur noch ablöschen.

Bei einem Brand einer Stallung in Haltenberg (Scheuring) kommen 200 Schafe in den Flammen um.
Bild: Julian Leitenstorfer 

Am Sonntag und am Montag untersuchten die Experten der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck den abgebrannten Stadel, der sich rund 100 Meter entfernt von einem Wohnhaus befindet. „Die Brandursache lässt sich nicht mehr feststellen“, sagt Kriminalhauptkommissar Michael Graf. Wenngleich dieser Großbrand nicht in das bisherige Schema passe, werte man das Feuer als zehnten Fall der Brandserie, die seit Mitte Dezember im südlichen Landkreis Landsberg und dem Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau wütet. Neun Feldstadel waren dabei angezündet worden. Erstmals wurden nun bei Scheuring Tiere Opfer eines vorsätzlich gelegten Brandes.

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Bei der Kripo Fürstenfeldbruck fahndet eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe „Feldscheune“ nach dem bislang unbekannten Brandstifter. Mittlerweile hat die Polizei die Fahndung verstärkt. Wie Michael Graf sagt, wurden Beamte umliegender Inspektionen und Kräfte der Bereitschaftspolizei in den Landkreis Landsberg beordert, um Streife zu fahren.

Lesen Sie dazu auch:Der Brand und die Angst vor dem nächsten: Wieder schlägt der Feuerteufel zu

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