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Dorfleben

17.04.2015

Ist die Kiesgrube rentabel?

Die Kosten waren Thema bei der Bürgerversammlung. Der Bürgermeister hatte aber auch einige gute Nachrichten

190000 Euro soll die Erweiterung der Kiesgrube in Schwifting kosten. In der Bürgerversammlung im Saal des Dorfwirts sah sich Bürgermeister Georg Kaindl nun mit der Frage konfrontiert, ob das überhaupt rentabel sei. Ein Bürger wollte wissen, wie sich das rechnen könne, wenn man erfahrungsgemäß jährlich mit rund 2000 Euro Einnahmen kalkuliere. „Man darf diese Einnahmen aus dem Verkauf von Kies nicht isoliert betrachten“, sagte Kaindl. Diese Investition sei auf lange Sicht rentabel, argumentierte der Bürgermeister, denn die Gemeinde decke aus dem Kiesabbau den Eigenbedarf, der sonst zugekauft werden müsste.

Außerdem sei man Eigentümer des Areals und werde später bei der Verfüllung wieder Einnahmen erzielen können. Nachdem für den Eigenbedarf der Gemeinde keine konkreten Zahlen genannt werden konnten, begnügte sich der Fragesteller mit der Auskunft des Bürgermeisters und schloss den Themenkomplex mit der Bemerkung: „Ich muss es nicht verstehen, aber ich glaube es.“

Bürgermeister Georg Kaindl leistete im Rahmen der Bürgerversammlung vor allem Rechenschaft über die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres und die Lage der Gemeinde. Über sechzig Bürger waren seiner Einladung gefolgt. „Erfreulich viele“, würdigte Kaindl dieses Interesse. Und noch eine aus seiner Sicht „erfreuliche Neuigkeit“ vermeldete der jüngste Bürgermeister des Landkreises: „In Schwifting hat sich eine Jugendfeuerwehr gegründet.“ Neben Zahlen aus dem Verwaltungsbereich (siehe Infokasten) gab Kaindl zunächst einen Einblick in die finanzielle Situation der Gemeinde. Grundlage dafür war ein umfangreiches Zahlenwerk aus dem Gemeindeetat des vergangenen Jahres. Auch wenn der formelle Rechnungsabschluss für das Jahr 2014 noch nicht erfolgt sei, so werde der Verwaltungs- und Vermögenshaushalt in Einnahmen und Ausgaben voraussichtlich mit einem Gesamtvolumen von rund 2,68 Millionen schließen, berichtete Kaindl. Knapp 100000 Euro habe man für die Tilgung aufgenommener Darlehen eingesetzt, sodass zum Jahresende 2014 ein Schuldenstand von 520000 Euro zu verzeichnen sei.

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Erfreulich seien zwei weitere Zahlen, berichtete der Bürgermeister. Dem Vermögenshaushalt konnten für notwendige Investitionen knapp 260000 Euro aus dem laufenden Geschäftsbetrieb der Gemeinde (Verwaltungshaushalt) zugeführt werden. Und in die Allgemeine Rücklage sei der erzielte Jahresüberschuss von 1,04 Millionen Euro geflossen. Unter anderem werde daraus im laufenden Jahr eine Sondertilgung von Krediten in Höhe von 300 000 Euro finanziert (LT berichtete).

Mit Blick auf das laufende Jahr sprach Kaindl auch über laufende Projekte. Das Feuerwehrhaus werde renoviert und im Kindergarten seien Instandsetzungsarbeiten zum Teil bereits abgeschlossen. Für Tiefbaumaßnahmen im Baugebiet Schwifting West habe man im laufenden Haushalt 161000 Euro eingestellt. „Diesen Betrag werden wir voraussichtlich nicht ganz brauchen“, sagte Kaindl dazu und informierte, dass man dort für die Straßenbeleuchtung rund 53 000 Euro aufgewendet habe. Die Grünflächen am Ortsrand fehlten noch, müssten aber hergestellt werden. Allerdings sei das zeitlich kein problematisches Thema, sagte Kaindl auf Nachfrage eines Bürgers. Da werde man sich bei Maßnahmenbeginn rechtzeitig mit den Anliegern ins Einvernehmen setzen. Eine weitere Nachfrage gab es zu den Kosten der Straßenbeleuchtung im Zuge der Umstellung auf LED-Technik. Kaindl ging hier sowohl auf den Anbieterwechsel als auch auf das „recht komplizierte Abrechnungsverfahren“ im Zuge des Wechsels ein. „Wir fahren aber zukünftig günstiger und werden jährlich rund 600 Euro Stromkosten sparen“, fasste Kaindl zusammen.

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