Newsticker
Heiko Maas bringt Regel-Lockerungen für Geimpfte ins Spiel
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Jahreswechsel: In der Krise solidarisch sein und bleiben

Jahreswechsel: In der Krise solidarisch sein und bleiben

Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
30.12.2020

Plus Ein bewegendes Jahr 2020 geht zu Ende, vor uns liegt ein ungewisses 2021. LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger blickt auf die kleinen und großen Krisen, die die Menschen im Landkreis Landsberg bewegen.

Wir freuen uns in diesem schwierigen Jahr – mehr als seit vielen Jahrzehnten – auf das neue Jahr und hoffen, dass es uns bessere Nachrichten bringt als das alte. 2020 war ein Jahr, das uns forderte. Wir mussten beweisen, wie gut wir in Sachen Krisenbewältigung, aber auch in Sachen Solidarität, Mut und Nächstenliebe sind. Und zwar nicht nur in den so durchaus wichtigen Spendenaktionen, sondern im täglichen realen Leben, im Miteinander.

Und das alles mitten im Berufsstress und in der Existenzangst, durch die Corona-Krise den Job zu verlieren. Schon die mangelnde Fähigkeit vieler, einzusehen, mal auf den gewohnten Urlaub zu verzichten, hat uns aber doch eins gezeigt: Wir waren es gewohnt, bisher auf hohem Niveau zu leben. Wie dramatisch eine Krankheit unser Leben beeinflussen kann, das haben wir trotz allen medizinischen Fortschritts in diesem Jahr gelernt.

Viele Menschen im Landkreis Landsberg haben Außergewöhnliches geleistet

Unsere Solidarität und unser Dank sollten den Menschen gelten, die uns momentan helfen, noch ein bisschen Normalität zu erleben. Das fängt beim Postboten und im Supermarkt an und geht weiter über alle Hilfsdienste, Ärzte und Krankenhäuser. Danke, dass Sie da sind. Danke auch an Feuerwehr und Polizei, die keine leichten Einsätze haben und sich oft auch noch dafür blöd anreden lassen müssen, weil sie einfach nur ihren Job machen. Und wir sollten daran denken, dass viele Menschen im Altersheim alleine sind und wie sehr das Pflegepersonal gefordert ist.

Die Nachrichten zeigten dieser Tage auch, wie schwierig es selbst an Weihnachten ist, den Gedanken der Herbergssuche aufrechtzuerhalten. Unsere Erfahrungen sollten unser Verständnis mit Menschen, die leiden, doch stärken. Passiert das aber gerade? Das Beispiel der Flüchtlinge in Bosnien-Herzegowina zeigt uns etwas anderes. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, um trotzdem dort auszuharren und nicht zurückzugehen.

Wie würden wir uns in so einer Situation fühlen? Doch in den sozialen Medien liest man wenig von Mitgefühl, sondern häufig von Gleichgültigkeit und Verachtung für die Not der anderen. Solidarität sieht anders aus und sie ist auch bei uns im Landkreis Landsberg gerade gefragt und enorm wichtig. Trotz oder gerade wegen aller Pannen bei den Impfungen, unverständlicher Entscheidungen bei der Schließung der Läden, Ungerechtigkeiten und dem Verhalten, gerade vieler älterer Leute, die konsequent ohne Maske unterwegs sind, brauchen wir den Zusammenhalt.

Ich wünsche uns allen ein ruhigeres, freieres und gesundes neues Jahr. Und in diesem Jahr liegt die Betonung auf der Gesundheit. Bleiben oder werden Sie alle gesund.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren