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Denklingen

29.09.2018

Jetzt doch mit Windkraft?

Die vier Windräder des Fuchstaler Windparks.
Bild: Julian Leitenstorfer

Denklingen möchte die Fuchstaler Stromleitung anzapfen. So soll eine Pumpe für den neuen Trinkwasserbrunnen betrieben werden.

Lässt sich die Idee eines Ingenieurbüros realisieren, dann wird künftig die Pumpe für den neuen Trinkwasserbrunnen im Stubental westlich von Dienhausen mit Strom aus Windkraft betrieben. Dabei wehren sich etliche Bürger seit Jahren vehement gegen die Errichtung von Windkraftanlagen auf Denklinger Gemeindegebiet. „Das hat nichts mit einem Umdenken zu tun“, sagt Bürgermeister Andreas Braunegger auf Nachfrage unserer Zeitung. Es gehe rein um eine Kosten-Nutzen-Rechnung.

Und die habe zu dem Ergebnis geführt, dass es vermutlich wesentlich günstiger sein wird, Strom von der nur etwa 50 Meter entfernten Leitung von den Fuchstaler Windkraftanlagen zu zapfen. Alternativ müssten entweder in Richtung Stocken bei Osterzell oder ins rund 3,5 Kilometer entfernte Dienhausen neue, wesentlich längere Stromleitungen verlegt werden.

Bürgermeister denkt an die Kosten

Für Bürgermeister Braunegger sind nicht irgendwelche Befindlichkeiten ausschlaggebend, sondern rein die Tatsache, dass nach kostengünstigen Realisierungsmöglichkeiten gesucht werden müsse. Egal wo. Zumal in der Leitung, die man versuche anzuzapfen, auch dann Strom fließe, wenn die Fuchstaler Windräder still stünden. Dann komme die Energie eben aus der Wasserkraft am Lech. „Jeder private Stromverbraucher achtet auch darauf, möglichst günstig einzukaufen. Und auch da weiß man nicht immer ganz genau, woher der Strom kommt“, sagt der Rathauschef. Verärgerte Stimmen aus der Bevölkerung seien ihm noch nicht zu Ohren gekommen. Er gehe davon aus, dass es den Denklingern, Dienhausenern und Epfachern wichtig ist, dass gemeindliche Projekte möglichst kostengünstig realisiert werden.

Jetzt müsse aber erst einmal geprüft werden, ob es überhaupt möglich ist, die private Stromleitung anzuzapfen. Wenn dem so wäre, wird ein Plan zur Realisierung ausgearbeitet und dann dem Gemeinderat vorgelegt, sagt Braunegger.

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