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Landsberg

12.05.2015

Jetzt wird der Lechhang saniert

Unmittelbar neben der Von-Kühlmann-Straße befindet sich der Hangrutsch.
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Unmittelbar neben der Von-Kühlmann-Straße befindet sich der Hangrutsch.
Bild: Julian Leitenstorfer

Treppenanlage oberhalb des Stegs wird neu errichtet. Das freut Spaziergänger, Autofahrer eher nicht

Die Schilder für die Baustellen sollen heute aufgestellt werden. Am Montag beginnen die Arbeiten und damit wohl auch das Ende einer Leidenszeit für Spaziergänger und jene Bürger, die zu Fuß oder mit dem Rad vom Westen der Stadt in die Innenstadt wollen. Zuletzt hatte sich die Sanierung des Hangrutsches und der Treppenanlage vom Lechsteg zur Kühlmannstraße erneut verzögert. Jetzt können die Bagger loslegen. Spielt das Wetter mit, dann ist die Treppe bis zum Ruethenfest begehbar.

Hans Huttenloher, der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, hofft, dass der ambitionierte Zeitplan eingehalten wird. Eigentlich hätten die Arbeiten bereits nach den Osterfeiertagen beginnen sollen. Dann, so das beauftragte Ingenieurbüro aus Germering, wäre ein Ende der Maßnahme sogar schon zwei Wochen vor dem Mitte Juli beginnenden Kinderfest möglich gewesen. Doch ein „Missverständnis“ zwischen Stadt und Landratsamt habe für Verzögerungen gesorgt. Hans Huttenloher nennt den Grund: Eine Änderung im Naturschutzgesetz habe die wasserrechtliche Genehmigung der Maßnahme verzögert. Früher sei der Lechhang ein Biotop gewesen. Das habe sich aber durch den Hangrutsch geändert. Bei einem Ortstermin mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Tiefbauamt sei dies festgestellt worden.

Wolfgang Häusele vom beauftragten Ingenieurbüro hatte die Maßnahme Anfang Februar dem Bauausschuss des Stadtrats vorgestellt. Geplant sei, mit drei kleineren Fahrzeugen parallel im Hang und unten neben dem Lechufer zu arbeiten. Nachdem das abgerutschte Hangmaterial entfernt sei, werde der Hang zunächst von unten her nach oben durch drei Stützmauern abgesichert. Unten am Weg werde eine rund 1,80 Meter hohe Schwergewichtsmauer errichtet, die den Hang stützt. Zwei weitere Steinmauern (1,20 bis 1,50 Meter hoch) aus Wasserbausteinen würden zusätzliche terrassenförmige Absicherungen bilden. Danach werde der Hang wieder mit Schottermaterial aufgebaut und soll so zur Ruhe kommen. Allerdings hatte Wolfgang Häusele bereits im Februar gesagt, dass man mit und in der Natur arbeite und daher nicht alles endgültig garantiert werden könne.

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Die mit dem Hang teilweise abgerutschte Treppe werde den sich veränderten topografischen Verhältnissen angepasst, wie im Februar im Bauausschuss gesagt wurde. Dementsprechend werde der obere Einstieg einige Meter Richtung Fußgängerüberweg an der Einmündung Frühlingsstraße vorgezogen. Dabei handle es sich um den einzigen steileren Teil der Treppe mit rund 13 Stufen. Danach führe die Treppe in Form von mehreren, etwa 2,90 Meter langen und rund 60 Zentimeter hohen Podesten nach unten zum Lechsteg. Wie Häusele sagte, liege die Treppe wieder auf dem Hang und passe sich der durch den Rutsch veränderten Lage an. Für Radfahrer, die ihr Gefährt schieben müssen, ist eine Rinne vorgesehen, wie Hans Huttenloher sagt. Die Entwässerung des unterirdisch von Westen her fließenden Wassers erfolge über Rigolen. Diese Rohre würden jeweils horizontal entlang der Hangkante und der Mauern sowie vertikal in den Hang eingebracht.

Die Bauarbeiten sollen am Montag beginnen. Wie die Pressestelle der Stadt mitteilt, werde deswegen die Von-Kühlmann-Straße halbseitig gesperrt. Die Verkehrsführung an der Baustelleerfolge durch eine mobile Ampelanlage. Da sich die Einmündung der Frühlingsstraße im Baufeld befindet, wird dort eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Für die Dauer der Bauarbeiten kann daher nicht von der Frühlingstraße in die Von-Kühlmann-Straße eingefahren werden. Die Umleitung für die Ausfahrt erfolge über die Benedikt-Haag-Straße beziehungsweise den Gottesackerangerweg.

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