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Landkreis Landsberg

18.02.2020

Junge Forscher tüfteln an Klebstoff und künstlicher Intelligenz

Yuhan Ye aus Landsberg und Sophia Veneris aus Walleshausen beteiligen sich an "Jugend forscht".
Bild: Thorsten Jordan

Plus „Jugend forscht“: Zwei Mädchen und zwei Buben aus dem Landkreis Landsberg nehmen an dem Wettbewerb teil. Das sind ihre Projekte.

Wenn am heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch in der Lechsporthalle in Schongau die Projekte vorgestellt werden, die 68 Schüler für die diesjährigen Wettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ erarbeitet haben, sind auch vier Teilnehmer aus dem Landkreis Landsberg dabei. In den Bereichen Technik, Physik und Chemie haben zwei Mädchen und zwei Buben Versuche durchgeführt und Ergebnisse erarbeitet.

Im Bereich Physik stellt Yuhan Ye (Landsberg) „Harze – Klebstoffe aus der Natur“ vor. Der 15-jährigen Schülerin am Marien-Gymnasium Kaufbeuren ist es gelungen, Klebstoff aus Baumharz herzustellen. In der Schule wurde sie dabei fachlich unterstützt. Sie habe bei Spaziergängen im Wald „in eine klebrige Masse reingelangt“, erzählt Yuhan. Es war simples, allerdings sehr haftendes und nur schwer zu entfernendes Harz von Fichten, hat sie zu Hause herausgefunden. „Für den Klebstoff hab’ ich Baumharz gesammelt, in Aceton aufgelöst und durchgefiltert. Die klare Flüssigkeit wurde dann so lang erhitzt, bis sie dickflüssig war.“

Eine Forscherin hat sich in der Natur Inspiration geholt

Das dauerte laut Yuhan etwa zehn Minuten. Leicht abgekühlt konnte der Naturstoff in einen Klebestift abgefüllt und getestet werden. „Für Papier ist er ungeeignet“, hat die Schülerin herausgefunden. Plastikplättchen hat er hingegen sehr gut verbunden. Nachteil des Naturharzklebers: „Er braucht länger zum Trocknen als die gewohnten Kleber.“

Junge Forscher tüfteln an Klebstoff und künstlicher Intelligenz

Die 17-jährige Sophia Veneris aus Walleshausen hat ihr Projekt während zwei Projektwochen von „Netzwerk Teilchenwelt“ erarbeitet. Vergangenen Herbst erhielt sie dabei nicht nur Einblicke in die Arbeit am Kernforschungsinstitut Cern in der Schweiz. Die Schülerin am Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien konnte auch selbst forschen und unter fachkundiger Hilfe ihr Projekt für „Jugend forscht“ entwickeln.

Entstanden ist „Machine-Learning basierte Identifizierung stark kollimierter Elektron-Paare“. Das Besondere an Sophias Projekt: „Ich habe dafür mit einer schwachen Künstlichen Intelligenz (KI) gearbeitet.“ Für das „sehr computerlastige“ Projekt im Bereich Physik musste Sophia zunächst ihre bis dahin „dezente Programmiererfahrung“ verbessern. Dann ging es ans Schreiben eines Algorithmus für die KI. Sie sollte Beweise für die Existenz von massereichen Teilchen liefern, die aufgrund ihres Gewichts sehr schnell zerfallen und die entstanden Produkte sich anschließend in gleicher Geschwindigkeit in dieselbe Richtung fortbewegen.

Wann und wo die Projekte besichtigt werden können

Die beiden weiteren Teilnehmer aus dem Landsberger Raum standen für eine Vorstellung nicht zur Verfügung. Felix Geisenberger macht „Versuche zu einem neuartigen kationischen Härtungssystem für Epoxidharze“ (Chemie) und ein weiterer junger Mann beschäftigt sich mit „Der autonome Quadrocopter“ (Bereich Technik).

Die Projekte aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik werden in der Lechsporthalle Schongau präsentiert. Die Ausstellung kann heute von 10.30 bis 16 Uhr und am Mittwoch, 19. Februar, von 19 bis 13 Uhr besucht werden.

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