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Schondorf

29.12.2015

Kanonen begrüßen das neue Jahr

Zum zehnten Mal versammeln sich am Neujahrstag Kanoniere in der Schondorfer Seeanlage und lassen es zur Begrüßung des neuen Jahres krachen.
Bild: Gertrud Prömper

Zum zehnten Mal Neujahrsschießen in den  Seeanlagen

Das neue Jahr lautstark begrüßen – das wird die Krieger-, Soldaten und Reservistenkameradschaft (KSR) Schondorf am Neujahrstag des Jahres 2016 schon zum zehnten Mal tun. Am 1. Januar um 14.30 Uhr ist es wieder soweit: In den Seeanlagen lassen es die Schondorfer krachen und viele Gäste aus nah und fern werden sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. „Im vergangenen Jahr hatten wir 800 Zuschauer“, erzählt Bernhard Bienek, Vorsitzender des KSR. „Und bisher hatten wir auch immer Glück mit dem Wetter“, so Bienek und hofft auch für 2016, dass es mit dem Wettergott gut ausgeht und noch mehr Zuschauer kommen, schließlich feiert man das zehnjährige Jubiläum.

2006 hatte sich Bernhard Bienek das Neujahrsschießen in Tutzing am Starnberger See angeschaut und war beeindruckt. „Mir gefällt diese alpenländische Tradition und ich hab’ mir damals gedacht, das kriegen wir in Schondorf auch hin“, so Bienek. Bereits 2007 veranstaltete die KSR dann mit Genehmigung der Gemeinde Schondorf das erste Schießen.

Bei der Organisation wird Bernhard Bienek unterstützt, unter anderem von seinem Sohn Thomas, der Kanonier ist, ebenso von Schussmeister Thomas Betz, Gastronom Leonhard Seyser und natürlich von der Polizei und der Wasserwacht. 15 Kanonen können die Schondorfer aufstellen, dazu kommen noch einige Handböllergruppen. Zugesagt haben für bereits der Schützenverein Mammendorf, die Dießener Kanoniere, die Scheuringer kommen mit ihrem 110 Jahre alten Standböller, die Schondorfer und die Finninger Handböllergruppe, die Veteranenvereine Geltendorf, Hofstetten, Türkenfeld und Landsberied sowie die Dachauer Reservisten. „Die haben eine umgebaute 20-2-Flugabwehrkanone dabei, die mit einem Fünftonner gebracht wird“, freut sich Bernhard Bienek.

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Die Dießener Alphornbläser mit ihrem Chef Jürgen Zirch werden die Zuschauer musikalisch begrüßen, bevor die Schützen es dann richtig krachen lassen. In der Einladung an die Vereine steht, wie sie zu schießen haben: eine langsame Reihe, eine schnelle Reihe, ein Reißverschlussschießen und dann ein gemeinsamer Salut. „Insgesamt dauert das Schießen etwas mehr als eine halbe Stunde“, so Bienek. Beschwert habe sich aus Schondorf noch nie jemand über das laute Begrüßen des neuen Jahres, auch Tierschützer nicht. „Aber vom gegenüberliegenden Ufer aus Inning hat sich mal jemand beim früheren Bürgermeister Peter Wittmaack beklagt“, erinnert sich Bernhard Bienek.

Bürgermeister und Gemeinderat halten aber trotzdem an dieser Tradition fest, die auch zur Gemeinschaft beiträgt: „Nach dem Schießen stehen die Zuschauer noch beisammen, trinken Glühwein, tauschen sich aus und wünschen sich ein gutes neues Jahr“, so Bienek.

Alle Schützen erhalten ein Erinnerungsabzeichen mit dem Aufdruck „10. Schondorfer Kanonenschießen“. Übrigens müssen alle Schützen, die am Neujahrsschießen teilnehmen, einen Böllerkurs absolvieren und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung haben. „Das Beschussamt prüft auch die Kanonen und schaut, ob sie zugelassen sind und alles passt“, erklärt Bernhard Bienek. Und die KSR achtet auf die Einhaltung der Sicherheitsabstände zwischen den Kanonen und zu den Zuschauern – mindestens 15 Meter müssen eingehalten werden. Die Besucher sind also auf der sicheren Seite und können sich auf ein sehens- und hörenswertes Spektakel freuen.

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