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24.06.2009

Kate ist bereits in Deutschland

Schondorf (lt) - Der Spendenaufruf hat gefruchtet: Für Kate, eine kleine Herzpatientin aus der Ukraine, kamen Spendengelder von 21 380 Euro zusammen. Dies seien 2380 Euro mehr als für die Herzoperation nötig, teilt das Deutsche Kinderzentrum für herz- und krebskranke Kinder mit. Wie berichtet hatte die Schondorferin Helga Fuderer auf das Schicksal des acht Monate alten Mädchens aufmerksam gemacht.

Das überzählige Geld wird laut Pressemitteilung für die medizinische Nachsorge des Kindes verwendet. Das Kinderzentrum hatte sofort das Einreisegenehmigungsverfahren in die Wege geleitet und seit Sonntag sind Mutter und Kind in Schondorf. Helga Fuderer konnte Mutter und Tochter um 8.10 Uhr am Flughafen München empfangen.

Im Heimatland kann man ihr nicht mehr helfen

Laut Pressetext hatte nach einer ersten Untersuchung einer Kinderärztin nach der Ankunft in München festgestanden, dass Kate keine akute medizinische Versorgung benötigt, die zeitnahe Einreise jedoch zwingend erforderlich gewesen sei, da eine Verschlechterung ihres Zustands dazu hätte führen können, dass Kate aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr hätte fliegen dürfen. Die Folgen wären für die Kleine katastrophal gewesen, in ihrem Heimatland hätte man ihr medizinisch nicht helfen können.

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Eine unmittelbare stationäre Aufnahme sei aus Sicht der Ärzte nicht notwendig. Jetzt hätten Kate und ihre Mutter noch ein wenig Zeit, sich an die neue Umgebung, die andere Kultur und natürlich auch an die Gastfamilie zu gewöhnen. Schließlich sei das letzte Wiedersehen zwischen Kates Mutter und der Gastfamilie viele Jahre her.

Mutter Luliia war als Genesungskind, das heißt vom Reaktorunfall in Tschernobyl betroffenes Kind, zu Gast in Schondorf gewesen.

"Wir warten jetzt auf den Operationstermin", erzählt Helga Fuderer. Am 6. Juli komme Kate in die Uniklinik in München-Großhadern zu den Voruntersuchungen.

Voraussichtlicher Operationstermin sei der 8. Juli. Nach der Operation werden Kate und ihre Mutter eine Weile bei Familie Fuderer in Schondorf wohnen, "um den ersten wichtigen Genesungsprozess in Deutschland überwachen zu können", wie das Kinderzentrum schreibt.

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