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13.06.2009

Kauf des Schlittenbergs wäre zu teuer

Schondorf Die mögliche Bebauung am Leitenweg in Oberschondorf und der Bebauungsplan St. Jakob waren zwei wesentliche Themen bei der Diskussion auf der Bürgerversammlung in Schondorf gewesen. In der jüngsten Sitzung wurden die beiden Themen auch im Gemeinderat aufgegriffen, allerdings ohne konkrete Ergebnisse.

In Sachen "Seepost" (Bebauungsplan St. Jakob) ist die Angelegenheit ohnehin erledigt. Die vom Schondorfer Kreis für Kultur und Landschaftspflege immer wieder kritisierte Satzung ist seit Längerem rechtskräftig. "Wenn man dagegen etwas machen will, muss man Popularklage erheben", bemerkte dazu Bürgermeister Peter Wittmaack ( SPD), der im Übrigen bedauerte, nicht zur Podiumsdiskussion des Schondorfer Kreises und des Landesvereins für Heimatpflege als Diskutant eingeladen worden zu sein: "Ich wäre sehr gerne hingegangen, um ein paar Fakten zu vermitteln."

Kurt Bergmaier ( Freie Wähler) empfahl den Dialog mit den Bauherren und Eigentümern der "Seepost", allerdings, so fügte Wittmaack an, "das hätte der Schondorfer Kreis tun sollen, bevor er Rechtsaufsichtsbeschwerde erhoben hat".

Eine konkrete Anregung war dem Gemeinderat wegen der zu erwartenden Bebauung am Leitenweg unterhalb der Oberschondorfer St.-Anna-Kirche in der Bürgerversammlung gemacht worden: Die Gemeinde möge zumindest den südlichen Teil des bebaubaren Areals kaufen, um ihn als Schlittenberg zu erhalten. Das hielt der Bürgermeister für "finanziell nicht machbar": "Das sind 1700 Quadratmeter, die würden 680 000 Euro kosten, dafür baue ich eine Sommerrodelbahn."

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An der Leiten günstiger und besser

Thomas Betz ( CSU) bezeichnete dieses in der Bürgerversammlung vorgetragene Ansinnen sogar als "unverschämt". Der tatsächliche Schlittenberg befinde sich übrigens weiter nördlich an der Leiten und müsste nur gerodet werden. "Aber das Problem ist, da können s' nicht mit dem Auto hinfahren." "Da sind auch noch Schanzen da", ergänzte Michael Deininger (SPD), "mit einem Bruchteil des Geldes könnten wir da einen viel schöneren Schlittenberg machen."

Helga Gall (Grüne) verwies aber auch darauf, dass es am Leitenweg nicht nur ums Rodeln gehe, sondern auch um den Blick auf die Kirche. Sie könnte sich auch vorstellen, dass Schondorfer Bürger dieses Gelände kaufen, um die jetzige Situation zu erhalten.

Als Drittes kam noch der Vorschlag eines Bürgers, das Spielgelände um das Spielschiff in der Seeanlage um weitere Gerätschaften zu ergänzen, zur Sprache. Das lehnten die Gemeinderäte ab, um die Exklusivität des Spielschiffs zu erhalten, wie Uta Klauß (CSU) sagte.

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