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Kaufering

19.10.2019

Kaufering: Eine Überraschung am Großelterntag

Familie Grünecker: (hinten von links) Anja, Angela (mit Ben) und Albert, (vorne) Sebastian Maier.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Erstmals wurden Oma und Opa mit einem Ehrentag gewürdigt. Warum Angela und Albert Grünecker aus Kaufering den Tag in besonderer Erinnerung behalten werden

Es war eine Premiere. Vergangenen Sonntag wurde in Bayern erstmals der Großelterntag gefeiert. Damit will der Freistaat künftig die Verdienste von Omas und Opas würdigen. Angela und Albert Grünecker aus Kaufering sind bereits Großeltern. Der erste Großelterntag wird ihnen immer in besonderer Erinnerungen bleiben. Denn just an diesem Ehrentag kam Enkel Ben im Landsberger Klinikum zur Welt. Unsere Zeitung hat die Familie Grünecker besucht und viel erfahren über das Leben als Oma und Opa und eine ganz spezielle Familientradition.

Angela und Albert Grünecker sind noch relativ junge Großeltern. Beide sind noch berufstätig, keine Rentner, so wie sich wohl viele das Leben von Oma und Opa vorstellen. Die 57-jährige Angela Grünecker arbeitet im Kauferinger Seniorenstift, ihr ein Jahr älterer Ehemann ist Busfahrer. Das Paar hat drei erwachsene Kinder und bis zum vergangenen Sonntag vier Enkel – zwei Buben (14 und fünf Jahre) und zwei Mädchen (zwei und ein Jahr).

Warum Oma und Opa ein bisschen traurig sind

Seit Sonntag ist Enkel Ben auf der Welt. Der Bub ist gesund, wog bei der Geburt 3160 Gramm und war 51 Zentimeter groß. Ein bisschen traurig sind Oma und Opa, weil sie Tochter Anja (34) und ihren Enkel nicht gleich im Klinikum besuchen konnten. „Wir waren beide leicht erkältet, da hat das keinen Sinn gemacht“, sagt Albert Grünecker. Die Vorfreude auf das neue Familienmitglied ist groß, obwohl man meinen könnte, bei fünf Enkeln kehre langsam Routine ein.

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„Am zweiten Sonntag im Oktober würdigen wir Oma und Opa, die so viel leisten für ihre Kinder und Enkel“, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zum Großelterntag gesagt. Was leisten Oma und Opa eigentlich? „Wir sind immer für unsere Enkel da“, sagen die Angela und Albert Grünecker. Mal kommen die Kinder für ein Wochenende, mal sind Oma und Opa als Babysitter gefragt. Sie holen die Enkel von Schule oder Kindergarten ab oder passen an einem festen Tag in der Woche auf den Nachwuchs auf, damit die Mama in die Arbeit gehen kann. „Wir haben ein gutes Verhältnis zu unseren Enkeln und Kindern. Sie kommen gerne zu uns“, sagt der 58-Jährige.

Die Enkel werden natürlich verwöhnt

Und natürlich werden die Enkel bei den Großeltern auch verwöhnt. „Bei uns dürfen sie länger aufbleiben“, sagt Oma Angela. „Und man drückt bei manchen Sachen schon mal ein Auge zu“, ergänzt der Opa. Ihm geht es wie vielen Großeltern. Für ihre eigenen Kinder hätten sie meist aus beruflichen Gründen zu wenig Zeit gehabt. Jetzt wolle man das eben bei den Enkeln nachholen. Und so fahren die Grüneckers mit ihren Enkeln schon mal mit dem eigenen Wohnmobil auf Tour. Keine langen Reisen, eher Kurzausflüge, zum Beispiel in den Skyline-Park nach Bad Wörishofen. Ansonsten wird im Garten des Ehepaars im Kauferinger Westen gespielt.

Im Garten des Anwesens gibt es auch einen Teich. Dort stehen neun Gartenzwerge. Tochter Anja hat vor Jahren fünf Exemplare aufgestellt – für die Eltern und ihre drei Kinder. Für jedes Enkelkind ist seither ein Gartenzwerg dazugekommen. Seit wenigen Tagen steht ein zehnter Gartenzwerg am Teich. Er ist für Ben, den jüngsten Spross der Familie Grünecker, zu der auch sein Papa Sebastian Maier (30) gehört.

Eine witzige Anekdote

Dass ihr jüngster Enkel just am Großelterntag auf die Welt gekommen ist, finden Angela und Albert Grünecker eine witzige Anekdote. „Eigentlich braucht es so einen Tag ja nicht. Wir helfen auch so“, meint die 57-Jährige. Ihr Mann kann dem Ganzen mehr abgewinnen. Schließlich gibt es an so einem Ehrentag auch Vergünstigungen für Großeltern und deren Familien. Und wer weiß, vielleicht feiert die Familie ja einmal bei einem Ausflug mit dem Wohnmobil, wenn Bens Geburtstag wieder auf den Großelterntag fällt.

Der Ehrentag soll immer am zweiten Sonntag im Oktober begangenen werden. Dies hatte das Bayerische Kabinett auf Anregung von Ministerpräsident Markus Söder im September beschlossen. „Oma und Opa haben im Familienleben eine ganz entscheidende Rolle inne“, hieß es zur Begründung. „Sie unterstützen im Alltag, beispielsweise bei der Kinderbetreuung, geben ihr wertvolles Wissen und ihre Lebenserfahrung an die nächsten Generationen weiter.“ Ihr Einsatz für die Familie könne nicht hoch genug geschätzt werden.

Eine Reportage zum Großelterntag lesen Sie hier: Zum Großelterntag: Warum Opa der Beste ist!

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