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Kaufering

11.07.2020

Kaufering: Eine Wasserleitung unter dem Lech

In Kaufering soll noch dieses Jahr eine Wasserleitung unter dem Lech verlegt werden. Geplant ist dies auf Höhe des Tennisplatzes und des Freibads.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Kaufering baut eine Wasserleitung unter dem Lech hindurch. Bereits vor zehn Jahren wurden die Voraussetzungen für die Maßnahme geschaffen. Was das Projekt der Gemeinde bringt.

Um bei der Wasserversorgung noch besser aufgestellt zu sein, hat der Marktgemeinderat Kaufering beschlossen, eine Leitung quer unter dem Lech verlegen zu lassen. Das Gremium nahm in seiner Sitzung das Angebot einer Baufirma in Höhe von 453000 Euro an.

Mit dem Projekt soll der Ringschluss für den Kauferinger Westen bei der Wasserversorgung hergestellt werden. Kauferings Quellen liegen östlich des Lechs, bislang gibt es nur eine Versorgungsleitung vom Osten in den Westen. Geplant ist nun ein Düker – eine Druckleitung, mit deren Hilfe das Wasser den Fluss queren kann, ohne dass Pumpen eingesetzt werden müssen. Diese hat laut Bauamtsleiter Andreas Giampa eine Länge von rund 120 Metern. Vorgesehen sei, sie bis zu 6,5 Meter unter der Lechsohle zu verlegen. Realisiert werden soll die Maßnahme auf Höhe des Tennisplatzes, der sich auf der Ostseite des Flusses befindet. „Der Düker ist notwendig als zweites Standbein und zusätzliche Querung über den Lech zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit“, so Andreas Giampa.

Notverbund mit Landsberg

Aktuell unterhält Kaufering einen Notverbund mit Landsberg bei der Wasserversorgung. Im Falle eines Schadens, der Auswirkungen auf die Lechquerung hätte, könne zukünftig die Versorgung weiterhin sichergestellt werden, ohne sofort auf den Notverbund zurückgreifen zu müssen, so der Bauamtsleiter. Das Rohr durch den Lech wird einen Durchmesser von 250 Millimetern haben. Angedacht waren zunächst 300. „Es wurde noch mal nachgerechnet, und der kleinere Umfang reicht“, sagte Giampa.

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Die Voraussetzungen für den Ringschluss, der noch dieses Jahr fertiggestellt werden soll, wurden bereits im Jahr 2010 geschaffen. Damals wurde eine Wasserleitung mit 200 Millimetern Durchmesser von der Bayernstraße über den Viehweideweg an der Realschule vorbei und entlang der Hiltistraße mit Anschluss an die Wasserleitung am Höfle vorbereitet. Auf der Ostseite wird die neue Leitung auch auf einem Teil der Liegewiese des Freibads verlegt, weswegen die Arbeiten nach Ende der Badesaison beginnen sollen. Im Frühjahr sollen die Mitarbeiter des Bauhofs Rasen nachsäen, damit die Wiese zur Badesaison 2021 wieder das gewohnte Erscheinungsbild hat.

Keine Fußgängerbrücke auf Höhe des Tennisplatzes

Gemeinderat Dr. Patrick Heißler (Grüne) erkundigte sich in der Sitzung, ob die Idee, an der Stelle im Zuge der Baumaßnahme einen Fußgängerüberweg zu bauen, geprüft worden sei. Das habe das frühere Ratsmitglied Manfred Huber (Kauferinger Mitte) einmal angeregt. „Bei einem Brückenbauwerk sind wir mit mindestens 800000 bis 900000 Euro dabei“, entgegnete Giampa. Heißler griff noch eine andere, früher geäußerte Idee auf: im Zuge der Maßnahme auch eine Fernwärmeleitung mit zu verlegen. Dadurch würde sich der Preis verdoppeln, antwortete Andreas Giampa. Es müssten zwei zusätzliche isolierte Rohre für den Vor- und Rücklauf eingeplant werden.

Kauferings Kämmerer Winfried Plaß erinnerte in der Diskussion daran, dass die damaligen Überlegungen auch mit dem Schwimmbad zusammenhingen. „Der Landkreis hat sich aber fürs Blockkraftheizwerk und die Versorgung mit Gas entschieden.“

Lesen Sie dazu auch: Jetzt liefert Kaufering Wasser nach Landsberg

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