1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Kaufering: Was der neue Bürgermeister anpacken möchte

Kaufering

06.10.2019

Kaufering: Was der neue Bürgermeister anpacken möchte

Copy%20of%20Thomas%20Salzberger007.tif
3 Bilder
Zwei zufriedene Kandidaten: Dr. Patrick Heißler (links) gratuliert Thomas Salzberger. Der Kandidat der SPD setzte sich mit 55,4 Prozent der Stimmen bei der Wahl zum Kauferinger Bürgermeister durch.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Thomas Salzberger (SPD) setzt sich in Kaufering mit 55,4 Prozent der Stimmen gegen Dr. Patrick Heißler (GAL) durch. Wie die Reaktionen auf die Wahl ausfallen und welches Projekt der neue Rathauschef schnell verwirklichen will.

Thomas Salzberger (SPD) hat es im vierten Anlauf geschafft: Er ist Bürgermeister in Kaufering. Der 53-Jährige setzte sich bei der Wahl mit 55,4 Prozent der Stimmen gegen Dr. Patrick Heißler (GAL) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,8 Prozent. Beide Kandidaten waren mit ihrem Ergebnis zufrieden und sprachen von einem fairen Wahlkampf. Thomas Salzberger, der auch von CSU und UBV unterstützt wurde, wird sein neues Amt bereits am Dienstag antreten. In der Sitzung des Marktgemeinderats am Mittwoch wird er vereidigt.

Sehr früh zeichnete sich am Wahlabend ab, dass es für Thomas Salzberger im vierten Anlauf reichen wird. Der Marktgemeinderat hatte sich bereits 2008, 2012 und 2018 um das Amt des Bürgermeisters beworben. Am Sonntag setzte er sich in zehn von zwölf Stimmbezirken gegen Patrick Heißler durch. Im Keller des Rathauses, in dem sich Salzberger und Heißler eingefunden hatten und die Schnellmeldungen mit gut 25 anderen Personen verfolgten, blieb es lange ruhig. Gejubelt wurde erst kurz nach 19 Uhr, als alle Stimmbezirke ausgezählt waren. Unter den ersten Gratulanten war auch Landrat Thomas Eichinger (CSU), der Salzbergers Durchhaltevermögen und den fairen Wahlkampf lobte.

„Ich bin froh und stolz“

Thomas Salzberger richtete nach seiner Wahl ein paar Worte an die im Rathauskeller versammelten Bürger und Gemeinderäte. „Ich bin froh und stolz“, sagte er. Seinen Dank richtete er an seine Familie und die Fraktionen, die ihn unterstützt hatten. In Kaufering gebe es viele Projekte, die nur gemeinsam umgesetzt werden könnten. Das „Gemeinsame“ betonte Salzberger auch im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich will im Marktgemeinderat alle mitnehmen und keine Politik im Hinterzimmer betreiben.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Am Montag hat der 53-Jährige seinen letzten Arbeitstag in der Stadtverwaltung in Landsberg, wo er die Vergabestelle leitet. Am Freitag will er dort seinen Abschied feiern. Am Dienstag beginnt Salzberger seine neue Tätigkeit. „Ich will zuerst die Verwaltung kennenlernen“, sagt er. Er wolle die Mitarbeiter der Marktgemeinde auf seinem Weg mitnehmen. Dabei wird er auch ab Januar mit einem neuen Geschäftsstellenleiter zusammenarbeiten. Dass ein Nachfolger für Rainer Biedermann gefunden wurde, bestätigte Zweite Bürgermeisterin Gabriele Triebel (GAL) am Sonntagabend dem LT.

Er will als erstes Wohnraum schaffen

Ein wichtiges Thema, das Thomas Salzberger angehen möchte, ist die Schaffung von Wohnraum in Kaufering. In einer Klausur mit Experten will er eine Entscheidung mit dem Marktgemeinderat vorbereiten. „Ich möchte das Thema beenden, bevor ein neuer Gemeinderat gewählt wird“, so Salzberger.

Der unterlegene Kandidat Patrick Heißler zeigte sich als fairer Verlierer. Er war einer der ersten Gratulanten. „Ich bin mit meinem Ergebnis super zufrieden“, sagte der 37-Jährige. Er dankte seiner Familie, seinen Wahlkampfhelfern und jenen, die ihm seine Stimme gegeben hatten. Dass er innerhalb von nur 15 Wochen so viele Menschen von sich habe überzeugen können, habe ihn sehr gefreut. Zeit zum Ausruhen habe er nicht. Am Montag ist er zurück an seinem Arbeitsplatz beim Klebstoffhersteller Delo in Schöffelding. Dort arbeitet Heißler als Produktmanager.

Die Vorgängerin hatte ihren Rücktritt bekannt gegeben

Die Bürgermeisterwahl in Kaufering war notwendig geworden, weil Mitte Mai die bisherige Amtsinhaberin Bärbel Wagener-Bühler (Kauferinger Mitte) nach einem Jahr im Amt „aus persönlichen Gründen“ ihren Rücktritt zum 31. August bekannt gegeben hatte. Dem Rücktrittsgesuch der Bürgermeisterin stimmte der Marktgemeinderat Anfang Juni einstimmig zu. Wagener-Bühlers Vorgänger Erich Püttner war am Sonntagabend ebenfalls in den Keller des Rathauses gekommen. „Ich glaube, Kaufering ist in den nächsten Jahren in guten Händen“, sagte er unserer Zeitung.

Einen Kommentar zur Wahl lesen Sie hier: Kaufering: Eine Wahl, zwei Gewinner

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren