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Denklingen

12.06.2017

Kaum Zeit zum Verschnaufen

Viele Freiwillige halfen in Denklingen mit, das Festzelt für das Bezirksmusikfest aufzustellen und einzurichten. Die Feierlichkeiten beginnen mit einem ersten Konzert am Donnerstag.
Bild: Frauke Vangierdegom

In Denklingen geht das Bezirksmusikfest in die heiße Phase. Los geht es am Donnerstag mit dem Motto „Blasmusik-Giganten“. Doch bis 25. Juni ist noch mehr geboten.

Das Festzelt steht. Viele Helfer waren in den vergangenen Tagen vor den Toren Denklingens damit beschäftigt, letzte Vorbereitungen für die Festwoche anlässlich des 46. Bezirksmusikfestes des Musikbundes von Ober- und Niederbayern (MON) zu treffen. Vor allem Jürgen Waldhör, der Vorsitzende des Musikvereins, ist erleichtert: „So viele Freiwillige, so ein Zusammenhalt im Dorf, das hat unheimlich viel Spaß gemacht im Vorfeld.“

Jetzt hoffen alle Beteiligten auf bestes Wetter für die nächsten Tage. Denn gefeiert wird im und um das Festzelt von Donnerstag bis Sonntag, 15. bis 25. Juni. Eigentlich hat das Bezirksmusikfest ja schon im Mai mit den Wertungsspielen in der Mehrzweckhalle in Denklingen und in der Fuchstalhalle in Leeder begonnen (LT berichtete).

Richtig rund geht es in den kommenden Tagen – ein musikalischer Höhepunkt jagt den nächsten. Den Anfang machen am 15. Juni die Brauhaus-Musikanten, die mit Anton Gälle und seinen Scherzachtaler Blasmusikern und dem Viera Blech unter dem Motto „Blasmusik-Giganten“ ab 19 Uhr für Stimmung sorgen wollen. Einlass ist bereits ab 18 Uhr. „Es gibt noch Karten für diesen Abend, auch für die Schürzenjäger“, sagt Waldhör. Bereits am Vormittag kann der Feiertag beim gemütlichen Frühschoppen mit dem Musikverein Reichling begangen werden. „3300 Leute passen ins Zelt“, sagt Jürgen Waldhör. Mit Festwirt Franz Zimmermann setzt der Musikverein auf Kontinuität. „Wir haben mit ihm schon vor 20 Jahren gearbeitet“, sagt der Vorsitzende der Denklinger Musiker.

Auch politisch wird es im Festzelt

Ein politischer Abend gehört in Bayern zu so ziemlich jedem großen Fest dazu, vor einer Bundestagswahl umso mehr. Zu Gast sein wird am Samstag, 17. Juni, der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Er spricht ab 19.30 Uhr über „Chancen für den ländlichen Raum“. Damit das Festzelt auch an den Tagen genutzt wird, an denen das Bezirksmusikfest pausiert, hält der Trachtenverein Epfach am Sonntag, 18. Juni, im Zelt an der Wernher-von-Braun-Straße seinen Gaujugendtag ab. Senioren aus dem Landkreis sind am Montag, 19. Juni, zu Gast. „Etwa 900 Anmeldungen haben wir schon. Und wir gehen davon aus, dass es rund 1000 Gäste sein werden“, sagt Waldhör. Der Kreisseniorennachmittag wird vom Landkreis veranstaltet. „Danach haben wir zwei Tage Verschnaufpause“, sagt Waldhör. Die dürfte auch notwendig sein, denn von Donnerstag bis Sonntag ist jeden Abend etwas geboten. Die Musikkapellen aus Leeder, Ober- und Unterdießen, Blonhofen, Schwabsoien und Asch läuten das Festwochenende am Donnerstag, 22. Juni, mit einem Sternmarsch ein. Beim Sternmarsch selbst sind auch die Denklinger Musiker aktiv dabei.

Nächsten Donnerstag ist Bieranstich

Ein musikalischer Stern wird sich am Kriegerdenkmal formieren, ein zweiter an der Antoniuskapelle. Von dort marschieren die Teilnehmer samt Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine zum Festzelt, wo ab 19.30 Uhr bei freiem Eintritt ein Blasmusikspektakel veranstaltet und das Festbier angestochen wird.

„Es ist wieder Schürzenjägerzeit“ heißt es am Freitag, 23. Juni, wenn die Zillertaler Band den Zeltboden zum beben bringen will. Einlass ist bereits ab 19 Uhr, das Warm-up beginnt ab 20.30 Uhr und die After-Show-Party gestalten die Allgäu Feager. Eintritt frei heißt es wieder am Samstag, 24. Juni. Unter dem Motto „Blasmusik & Party-Power“ betreten die Schwindligen 15 ab 20.30 Uhr die Bühne im Festzelt.

„Richtig boarisch“, wie es Jürgen Waldhör mit Vorfreude in der Stimme ausdrückt, wird es dann am Festsonntag. 92 Gruppen haben sich für den Umzug angemeldet, der ab 14 Uhr durch die Straßen der Lechraingemeinde ziehen wird. „Wir haben auch 15 Wagen und Kutschen im Zug, die ausschließlich von Pferdegespannen gezogen werden“, sagt Waldhör stolz. Eingeläutet wird der Festsonntag mit dem Kirchenzug ab 9 Uhr, an dem 20 Gruppen teilnehmen und einem Gottesdienst, der um 9.30 Uhr am Kriegerdenkmal beginnen wird – sofern das Wetter es zulässt. Später im Festzelt spielt die Stadtkapelle Schongau zum Frühschoppen auf. Außerdem wird bis gegen 13 Uhr die Marschwertung unter sieben Musikkapellen und Spielmannszügen ausgespielt bevor sich ein Gemeinschaftschor aus allen am Festumzug beteiligten Kapellen auf die Bühne begibt.

Darauf haben die Teilnehmer an den Wertungsspielen des Bezirksmusikfestes lange gewartet: Die Bekanntgabe der Ergebnisse der Wertungsspiele, die am 20. und 21. Mai stattgefunden haben. Diese ist für 16 Uhr geplant. Anschließend kann noch einmal nach Lust und Laune gefeiert werden, wenn „die Hurlacher“ ihre Blasmusik-Party steigen lassen. „Für uns heißt es zum Abschluss noch einmal eine Nachtschicht einlegen“, sagt Waldhör. Denn am Montag müsse das Zelt zum Abbau ab 8 Uhr leer.

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