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Keimbefall: Wasser ist ein wertvolles Gut

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Kommentar Von Christian Mühlhause
21.06.2019

Wasser ist in unserer Region einfach zu bekommen. Schätzen wir es deshalb manchmal zu wenig und gehen nicht sorgsam genug damit um?, fragt LT-Redakteur Christian Mühlhause.

Es ist so wunderbar einfach: Wasserhahn aufdrehen, Glas darunter halten und schon hat man etwas zu trinken. Es ist selbstverständlich, zumindest hierzulande. Verunreinigungen des Trinkwassers wie heuer bei der Erpftinger und Pöringer Gruppe sind die Ausnahme und auch nicht lebensbedrohlich. Abkochen und fertig.

Wasser ist gut und günstig

Wie eine jetzt veröffentlichte Untersuchung der Uno zeigt, ist es aber keine Selbstverständlichkeit. Vier Milliarden Menschen sind demnach mindestens einen Monat pro Jahr von akuter Wasserknappheit betroffen. In Deutschland ist Wasser im Vergleich gut und günstig. Aber was nichts kostet, ist auch nichts wert. Es machen sich immer noch viel zu wenige Menschen Gedanken über die Ressource Wasser. Mehrfach die Woche in die Badewanne oder den Garten – inklusive Rasen – im Sommer ausgiebig bewässern kommt immer noch viel zu häufig vor.

Viel Geld fließt in die Infrastruktur

Für den Verbraucher mag es vergleichsweise günstig sein, anders sieht es hingegen bei den Kommunen aus. Mehrere Gemeinden im Landkreis Landsberg, darunter Denklingen, Hofstetten und Thaining nehmen mehrere Millionen Euro in die Hand, um ihre Infrastruktur zu erneuern oder neu zu schaffen. Und auch das Thema Notverbund steht bei einigen Kommunen auf der Tagesordnung, um die Versorgung der Bürger dauerhaft sichern zu können. Das ist beispielsweise aktuell bei Rott und Reichling der Fall.

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Das eigene Verhalten hinterfragen

Wasser ist also keinesfalls so billig wie so mancher glaubt und es hilft der Allgemeinheit, wenn jeder sein eigenes Nutzerverhalten hinterfragt. Schade, dass es erst coliforme Keime braucht, um das Thema wieder ins Bewusstsein so mancher Menschen zu rücken. Vielleicht ändert der ein oder andere ja etwas und macht nicht wie bisher weiter, wenn die Stadtwerke Landberg Entwarnung geben. Wenn der Rasen dürr ist, ist es auch kein Drama.

Lesen Sie dazu auch: Nach Keimbefall: 10.000 Einwohner müssen Trinkwasser abkochen

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Die Diskussion ist geschlossen.

22.06.2019

Korrekt, Achim K.! Wenn man sieht, mit welchen Unmengen an Gülle die Felder unserer Umgebung regelrecht zugekleistert werden (dazu noch die etlichen Misthaufen auf den Wiesen/Feldern), muss sich niemand über coliforme Keime im Wasser wundern. Einfach nur Ekelhaft!

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21.06.2019

Prima, daß ich heute hier um Weil jede Menge Güllewagen habe fahren sehen. Vielleicht sollte man mal daran denken diese "Industriebauern" an den unnötigen Kosten für die Gemeinschaft zu beteiligen, außerdem ist es schon sehr dreist einfach seine Sch... weiter auf Feld zu schütten nur um den Mais schneller wachsen zu lassen. Hauptsache "Brenna tut´s guad" :-( Fridays for Future fängt bei uns vor der Türe an!!!

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