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Freie Wählergemeinschaft Epfach nominiert aber Josef Rapp fürs Bürgermeisteramt

12.12.2013

Keine Kandidaten für den Gemeinderat

In dieser historischen Wahlurne wurde es entschieden: Josef Rapp geht als Bürgermeister-Kandidat für die Freie Wählergemeinschaft Epfach ins Rennen. 
Bild: Frauke Vangierdegom

Lange Gesichter nach einer kurzen Aufstellungsversammlung der „Freien Wählergemeinschaft Epfach (FWG). Nach nicht einmal zwei Stunden stand fest: Die FWG schickt den amtierenden Gemeinderat Josef Rapp als Bürgermeisterkandidaten ins Rennen, eine Liste mit Gemeinderatskandidaten aber gibt es nicht. Im Januar soll ein zweiter Versuch unternommen werden, doch noch eine Liste aus den eigenen Reihen für die Kommunalwahl am 16. März 2014 aufstellen zu können.

Dabei hat alles gut angefangen: Nachdem Versammlungsleiter Meinrad Klein die 30 wahlberechtigten Epfacher und die Zuhörer über das Prozedere aufgeklärt und die Wahlberechtigten sich einstimmig einverstanden erklärt hatten, wurden zwei Bürgermeister-Kandidaten genannt: Josef Rapp und Hans Schelkle. Beide stellten sich kurz vor. Rapp, der seit zwölf Jahren dem Denklinger Gemeinderat angehört, will sachorientiert arbeiten und transparent sein. „Ich will keine großen Versprechungen machen, sondern die bereits angegangenen Projekte vorantreiben“, so der gebürtige Münchner in seiner Vorstellungsrunde. Windkraft sei eines dieser Projekte, sowie das Rathaus Denklingen, die Baumaßnahme Friedhof oder der Umbau der Mehrzweckhalle in Denklingen. „Mein Fachwissen und mein Motto „Leben und leben lassen“ dürften gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Amt sein“, gab der Diplom-Verwaltungsfachwirt den Wahlberechtigten mit auf den Weg.

Hans (Johannes) Schelkle hat ebenso wie Rapp bereits Erfahrungen im Denklinger Gemeinderat sammeln können. Er begründete seine Kandidatur damit, dass es in der letzten Zeit viel Aufregung in der Gemeinde gegeben habe und ihm vorschwebe, durch seine Person wieder Vertrauen in das Amt des Bürgermeisters herstellen zu können. gab der Landwirtschaftsmeister Schelkle zu verstehen, dass „Bürgermeister sein“ bis vor kurzem noch gar keinen Platz in seiner Lebensplanung als Landwirt im elterlichen Betrieb gehabt habe.

In geheimer Wahl schließlich entschieden die 30 Stimmberechtigten eindeutig, wer für die FWG ins Rennen um den Chefsessel im Denklinger Rathaus geschickt werden soll:  

Im Anschluss ging es darum, eine Liste mit Gemeinderats-Kandidaten aufzustellen. 14 Vorschläge waren schnell gefunden. Aber fast genauso schnell musste ein Name nach dem anderen wieder gestrichen werden, weil keiner der Vorgeschlagenen, mit Ausnahme von Yvonne Lankes, bereit war, als Gemeinderat die Interessen der FWG im Rathaus zu vertreten. Unterschiedlichste Gründe wurden angeführt. Von beruflicher und privater Vollauslastung bis hin zu Enttäuschung über die Art und Weise wie mit Entscheidungen im amtierenden Gemeinderat umgegangen werde. Vor allem Albert Rambach machte seinem Unmut darüber Luft. Es sei viel gehetzt worden, viele Projekte seien vor allem von Epfachern abgelehnt worden und die Tatsache, dass nur 30 Bürgerinnen und Bürger zu einer Aufstellungsversammlung gekommen seien, sei für ihn ein trauriges Zeichen. Er, wie auch seine Gemeinderatskollegen Meinrad Klein und Thomas Becher stehen in der kommenden Legislaturperiode als Räte nicht mehr zur Verfügung.

Thomas Becher meinte dazu: „Früher war Epfach wie ein gallisches Dorf, da hat man noch zusammen gehalten.“

Enttäuscht zeigte sich auch Denklingens 2. Bürgermeister Meinrad Klein. „Mit nur einer Kandidatin auf der Liste haben wir überhaupt keine Chance“, appellierte er an die Anwesenden und schlug vor, im Januar einen zweiten Anlauf zu unternehmen. „Jetzt müssen sich alle anstrengen und Kandidaten suchen“, so Klein. Es wäre schade, wenn Epfach im Denklinger Gemeinderat nicht mehr vertreten ist.

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