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Landsberg

11.01.2019

Keine Schule am Freitag: Spaß im Schnee statt Lernen in der Schule

Heute fällt im Landkreis Landsberg die Schule aus: Die für die Kinder frohe Botschaft verkündete gestern Konrektor Franz Babl von der Kauferinger Realschule mit diesem Aushang.
Bild: Julian Leitenstorfer

Gestern wurden die Schüler bereits früher nach Hause geschickt und heute gibt es erstmals seit 13 Jahren wegen Schnee und Eis im Landkreis wieder schulfrei. Wie Eltern darauf reagieren.

Das hat es zuletzt vor 13 Jahren im Landkreis gegeben. Wegen der massiven Schneefälle fällt am heutigen Freitag die Schule im gesamten Landkreis aus. Diese Entscheidung hat das Landratsamt am Donnerstagvormittag getroffen – zum ersten Mal seit dem 6. März 2006, als übers Wochenende große Mengen Schnee gefallen waren.

Was die Kinder freut – vor allem bei so viel Schnee –, kann Eltern leicht Kopfzerbrechen machen: Wer passt auf den Nachwuchs auf, wenn sie selber in die Arbeit müssen? Unterricht wird zwar nicht gehalten, aber für Betreuung an den Schulen sei gesorgt, versichert das Landratsamt. Oder es läuft mal alles ganz anders. Eltern in Finning, die das LT kontaktiert hat, sehen die ungewöhnliche Lage ziemlich gelassen: „Wir freuen uns einfach nur über den freien Tag mit Schnee, Rodeln und Schaufeln“, sagt beispielsweise Konstanze Zander. Bei der Familie Postmus macht der Vater Home-Office und sorgt nebenbei dafür, dass auch mittags was auf den Tisch kommt, berichtet Mutter Arabella. Natürlich werde man sich auch in den Schneespaß stürzen.

Wenn Eltern kurzfristig frei nehmen

Schon seit gestern hat die Familie Werneburg ihren Terminkalender umgekrempelt: „Wir haben bereits am Donnerstag alle beruflichen Termine abgesagt, weil wir den Schulweg am Morgen als sehr gefährlich empfunden haben. Wir sind froh, dass wir morgen alle zu Hause bleiben können. Wir haben auch gleich vorsorglich alle beruflichen Termine nächste Woche abgesagt und hoffen, dass auch die Schule geschlossen bleibt.“ Eine andere Mutter kommentierte den schulfreien Tag in der Whatsapp-Gruppe mit „Juhu“ und drei Schneekristallen...

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Ob es auch am Montag schulfrei geben wird, soll laut dem Sprecher des Landratsamts, Wolfgang Müller, am Freitagvormittag entschieden werden. Darüber beraten werde in der „lokalen Koordinationsgruppe für witterungsbedingten Schulausfall“. Darin vertreten sind Schulamtsdirektorin Monika Zintel und der Direktor des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums, Bruno Bayer, Dietmar Winkler, der für den Landkreis die Schülerbeförderung organisiert, Johannes Ried oder Jürgen Albert als Vertreter des Kreisbauhofes für den Winterdienst sowie Günter Drexler vom Katastrophenschutz im Landratsamt und Müller als Pressesprecher.

Die Busse hatten zum Teil erheblich Verspätung

Angesichts des anhaltenden Schneefalls wurde den Schulen empfohlen, die Kinder am Donnerstag schon mittags heimzuschicken. Die Fahrschüler waren am Donnerstag sowieso zumeist bis zu einer halben Stunde später zum Unterricht erschienen, da die Busse Verspätungen hatten, wie der Konrektor der Dießener Mädchenrealschule, Ruben Streicher, dem Landsberger Tagblatt sagte. Einige Schüler aus dem Kreis Fürstenfeldbruck seien gar nicht gekommen, da der Bus von Türkenfeld ausgefallen sei. Schüler, die mit der S-Bahn über Geltendorf kommen, seien ebenfalls zu spät dran gewesen, da bei Buchenau ein Baum über dem Gleis lag.

Lesen Sie auch: Das Wetter bringt den Busverkehr in Landsberg zum Erliegen

Auch in Landsberg waren Schüler zu spät dran, wie die Konrektorin der Johann-Winklhofer-Realschule, Anette Ring, sagt. Aus dem Bereich Greifenberg/Windach seien es 30 bis 45 Minuten Verspätung gewesen. Pitzling wurde nach Rings Information wegen des steilen Berges gar nicht angefahren. Die Pädagogin findet es gut, wenn Busfahrer verantwortungsvoll handeln: „Besser die Schüler sind daheim, als dass etwas passiert.“ Für den heutigen Freitag werden die Schulen Notdienste zur Betreuung von Schülern, die trotzdem in die Schulhäuser kommen, einrichten.

Das Dach der Eishalle wird wieder geräumt

Der Wetterbericht kündigt weiter Schnee und Wind bei Minustemperaturen an, zumindest bis Samstag. Am Sonntag wird eher mit Regen als mit Schnee gerechnet. Angesichts solcher Aussichten soll am Samstagmorgen erneut der Schnee vom Dach der Landsberger Eishalle geschaufelt werden. Der Wetterbericht prognostiziere 30 bis 40 Zentimeter weiteren Schnee, sagte Anton Sirch, der Leiter des städtischen Raum- und Eventmanagements. Die Temperaturen ließen zwar Pulverschnee erwarten. Problematisch könnte es aber werden, wenn es milder wird: „Wenn es hineinregnet, ist das wie ein Schwamm“, sagt Sirch, „und so ein feuchtnasser Schnee wiegt sicher das Vierfache.“ Das und als Folge eine Sperrung der Eishalle will Sirch mit der zweiten Schneeräumaktion des Technischen Hilfswerks verhindern.

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