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Egling

05.12.2018

Kerzen, wohin das Auge reicht

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Auf einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern werden im Wachshof in Egling Kerzen aller Art angeboten. Gerade ist man mitten in der Osterkerzenproduktion.
Bild: Thorsten Jordan

Der Wachshof in Egling ist in der Vorweihnachtszeit gut besucht. Betreiber Ralf Schlögl und seine Frau bieten seit fast 40 Jahren alles zum Thema Kerzen an.

Adventszeit ohne Kerzen? Undenkbar. Sie bringen Wärme, Gemütlichkeit und weihnachtliche Atmosphäre ins Haus. Dieser Meinung ist auch Ralf Schlögl. „Gerade zu dieser Zeit genießen es die Menschen, es sich mit ein paar Kerzen gemütlich zu machen.“ Zusammen mit seiner Frau Gisela betreibt er den Wachshof in Egling. Auf einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern bieten sie alles von Adventskerzen, Taufkerzen über Duftkerzen bis hin zu Osterkerzen an. „Bei uns ist wirklich für jeden etwas dabei. Es gibt nichts, was wir nicht haben“, sagt Ralf Schlögl.

Gerade ist man mitten in der Osterkerzenproduktion. Die neue Saison hat bereits begonnen. Mit dem Thema Wachs sei Schlögl vor über 40 Jahren in Kontakt gekommen. Damals habe er noch als Filialunternehmer bei Tengelmann gearbeitet und sei neben eine Wachsfabrik gezogen, die einen Grund zu vermieten hatte.

Das Geschäft begann auf 20 Quadratmetern

„Ich war begeistert davon, was man alles aus Wachs herstellen kann.“ Sein früherer Vermieter hätte ihm auch eine Weisheit mit auf den Weg gegeben, die sich bewahrheiten sollte. „Er hat zu mir gesagt: Passen Sie auf, Wachs klebt, das lässt Sie nicht mehr los. Und das stimmt wirklich“, sagt Schlögl. Auch seine Frau habe er vom Wachs begeistern können, und so hätten sie vor 37 Jahren auf 20 Quadratmetern ihren Wachshof gegründet. „Mit der Zeit ist er immer größer geworden und wir haben stückweise dazugebaut.“ Begonnen hätten sie mit dem Verkauf von Zierkerzen. Mittlerweile seien diese aber so gut wie vom Markt verschwunden. Heutzutage würden Kerzen als Dekoartikel verwendet werden. „Kerzen gehören inzwischen zur Wohnkultur. Ein Haus, eine Wohnung oder auch ein Fest ist ohne Kerzen doch nicht mehr denkbar“, so Schlögl.

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Im Advent und vor Ostern herrscht Hochbetrieb

Und so herrsche vor allem in der Adventszeit und zu Ostern beim Wachshof Hochkonjunktur. „Aktuell haben wir unseren Themengang natürlich auf die Adventszeit ausgerichtet.“ Neben zahlreichen Kerzen in sämtlichen Farben bietet Schlögl hier auch den dazu passenden Christbaumschmuck an. Besonders im Trend seien dieses Jahr silberne, weiße und elfenbeinfarbene Adventskerzen. „Diese sind dann oft noch mit glänzendem Lack, Glitzer und Verzierungen verschönert.“ Aber auch die traditionelle rote Kerze sei bei seinen Kunden nach wie vor sehr beliebt. Seine Kerzen bezieht er von bis zu 30 verschiedenen Firmen und namhaften Wachsbetrieben.

Zur Osterzeit werden über 100 Kirchen beliefert

„Diese Vielfalt macht uns aus“, sagt Ralf Schlögl. So habe er beispielsweise reine Bienenwachskerzen, die von einer Behindertenwerkstatt in Nordrhein-Westfalen hergestellt werden. Das Wachs werde jeden Tag aus einer Bienenwabe gewonnen, erklärt Schlögl. Das seien am Tag zwischen 30 und 40 Gramm. „Diese Kerzen sind ein wahres Naturprodukt. Von der Biene bis auf den Tisch hat daran keine Maschine mitgearbeitet.“ Auch die Duftkerzen, die sie von einem Familienbetrieb beziehen, seien etwas Besonderes. „Wenn die Kerze komplett flüssig wird, verströmt sie ein ganz tolles Aroma.“ Ralf Schlögl hat dabei auch noch einen Tipp parat: Süddüfte wie Zitrone oder Orange würden jeglichen Essensduft aus dem Haus vertreiben.

Im Wachshof in Egling werden jedoch nicht nur verschiedenste Kerzenarten verkauft, sondern auch Osterkerzen oder Taufkerzen in Handarbeit verziert. „Jeder einzelne Buchstabe wird über einem Ofen erwärmt, vom Stempel abgezogen und auf die Kerze platziert“, sagt der Wachshofbesitzer. So würden er und seine Frau jedes Jahr an über 100 Kirchen in Südbayern selbst verzierte Osterkerzen liefern. Noch weiter vergrößern will Ralf Schlögl seinen Wachshof nicht mehr.

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