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Obermeitingen

03.12.2018

Kinder müssen weiter auf Spielplatz  warten

So sieht er aus, der Spielplatz am Feststadel in Obermeitingen, dessen Eröffnung sich verzögert, weil die damit beauftragte Firma noch nachbessern muss.
Bild: Sybille Heidemeyer

Rathauschef Erwin Losert erklärt bei der Bürgerversammlung, warum sich die Eröffnung der Anlage am Feststadel verzögert hat. Kritische Fragen gibt es zur Vergabe von Bauplätzen.

Kritischen Fragen zur Bauplatzvergabe musste sich Obermeitingens Bürgermeister Erwin Losert bei der Bürgerversammlung im Saal des Bürgerhauses stellen. Weitere Themen waren der Spielplatz am Feststadel und die Sanierung der alten Schule.

Baugebiet Das 1300 Quadratmeter große Baugebiet Ost II ist heuer erschlossen worden. Die Verfahren zur vergünstigten Bauplatzvergabe sind abgeschlossen, insgesamt gab es 59 Bewerber für die 18 Bauplätze. Zu den Vergabekriterien gab es in der Versammlung einige Nachfragen und zum Teil auch Unverständnis, warum die Grundstücke nicht ausschließlich für Einheimische bestimmt waren oder warum Singles nicht antragsberechtigt waren. Auch bemängelten einige Bürger, dass ehrenamtliches Engagement keine Berücksichtigung fand.

An EU-Richtlinien halten

Bürgermeister Losert verwies auf die EU-Richtlinien, an die sich die Gemeinde bei der Vergabe von vergünstigten Baugrundstücken halten müsse. „Wir als Kommune haben nur noch einen Gestaltungsspielraum, zum Beispiel, was die Bewertung der Ortsansässigkeit und der Anzahl der Kinder betrifft.“ Die Gemeinde wollte vor allem jungen Familien Baugrundstücke zu einem ermäßigten Preis anbieten. Nach langen Überlegungen habe man sich zudem darauf geeinigt, das Ehrenamt nicht im Vergabeprozess zu berücksichtigen, da eine Bewertung extrem schwierig sei.

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Spielplatz Im Sommer wurde die Erneuerung des Spielplatzes am Feststadel in Angriff genommen. In Eigenleistung hat der Bauhof die alten Spielgeräte abgebaut und neue Fallschutzzonen hergestellt. Die neuen Spielgeräte sind aus witterungsbeständigem Robinienholz. Da die langen Balken nicht tief genug in das Fundament eingebracht wurden, war eine Spielanlage instabil. Die Firma muss nachbessern, wie Losert sagte. Deshalb verzögere sich die Eröffnung des Spielplatzes um einige Wochen.

Vorhaben verzögert sich

AlteSchule Rathauschef Losert stellte die Pläne für die Sanierung und Erweiterung der alten Schule vor. Dort soll es drei Nutzungsbereiche geben: eine Kinderkrippe mit drei Gruppen für 36 Kinder unter drei Jahren im Erdgeschoss und im Anbau, einen Hort für 26 Schulkinder und einen öffentlichen Nutzungsbereich mit Toiletten. Nach Abzug von Fördergeldern müsste die Gemeinde 1,35 Millionen Euro selbst stemmen. Allerdings verzögert sich das Vorhaben. Da die Architektenleistung einen Wert von 220000 Euro überschreitet, müsse nach EU-Richtlinien in einem besonderen Verfahren ausgeschrieben werden.

Baumaßnahmen Zu den Baumaßnahmen der Gemeinde gehörte eine Versickerungsanlage für Niederschlagswasser, die im Wäldchen beim Wertstoffhof errichtet wurde. Im Baugebiet Süd III wurde der Entwässerungsbereich zu einer Grünanlage mit einem Mühlsteinbrunnen ausgebaut. Dieser muss noch an den Strom angeschlossen werden, was laut Losert aufwendiger und kostenintensiver ist, als gedacht. Im Frühjahr will die Gemeinde noch Bänke aufstellen.

Anschluss für den Kiosk

Im kommenden Jahr stehen in Obermeitingen die Verstärkung der Fahrbahndecken der Lechfelder Straße und der Koloniestraße sowie der Breitbandausbau der Telekom in der Kolonie, Schwabstadl und dem Gewerbegebiet an. Die Gemeinde möchte zudem das Naherholungsgebiet mit Badesee an die Strom- und Wasserversorgung für einen Kiosk anschließen.

Bürgerfragen Nach seinem Vortrag stand Erwin Losert den Bürgern Rede und Antwort. Dabei ging es unter anderem um Fragen zu Stellplätzen, unansehnliche Schotterrasenstreifen im Gebiet Süd III, Tauben in der Zugspitzstraße und Tempo 30 im Bereich Aggensteinstraße/Alpenstraße. Die Wünsche nach sozialem Wohnungsbau und barrierefreiem Wohnen kann die Gemeinde nach Aussage des Bürgermeisters nicht erfüllen.

Senioren Brigitte Rid, die zusammen mit Andrea Pfänder-Rid die Seniorenbeauftragte der Gemeinde ist, sagte, dass Bürgerbeteiligung beim regelmäßig stattfindenden Runden Tisch Senioren erwünscht sei. „Jeder, der eine Idee hat oder etwas mitgestalten möchte, kann dazu kommen“, so Brigitte Rid.

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