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Kindergärten und Krippen: Die Reaktionszeit wird kürzer

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Kommentar Von Gerald Modlinger
11.03.2019

Eltern haben heutzutage in Sachen Kinderbetreuung ganz andere Wünsche als früher. LT-Redakteur Gerald Modlinger beleuchtet die Problematik.

Landsberg wächst nicht mehr so schnell, berichtete das LT im Dezember aus einer Stadtratssitzung. Die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen wächst dagegen so schnell, dass die Stadt in den nächsten Wochen und Monaten sogar improvisieren und zwei provisorische Gruppen einrichten muss, wurde jetzt in der Bürgerversammlung berichtet.

Das zeigt, wie dynamisch die Entwicklung der Stadt ist. Die Datenlage ist zwar inzwischen dank einer zentralen Online-Anmeldeplattform tagesaktuell abrufbar. Andererseits werden die Reaktionsfristen der Kommunen immer knapper. Früher, als Kinder mit drei oder vier Jahren in den Kindergarten gegangen sind, gab es noch einen entsprechenden Vorlauf, um neue Gebäude und Gruppen planen und bauen zu können. Und wenn im September das neue Kindergartenjahr begonnen hatte, gab es eine Verschnaufpause bis zum nächsten Jahr.

Die Situation hat sich heute ziemlich verändert

Heutzutage ist der Vorlauf auf einige Monate geschrumpft, wenn Eltern nach der Elternzeit ihren Betreuungsanspruch auf einen Krippenplatz anmelden. Und dieser richtet sich auch nicht nach dem Zyklus der Kindergartenjahre. Kalkuliert eine Kommune die Plätze knapp, kann sie in einer Wachstumsregion wie zwischen Lech und Ammersee auch mal in die Bredouille kommen.

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So wie es aussieht, wird die Stadt in den nächsten Wochen und Monaten einigermaßen über die Runden kommen. Aber die Situation wird bis zur Eröffnung der beiden neuen Tagesstätten am Reischer Talweg und am Wiesenring angespannt bleiben.

Kindergartenplätze erfordern hohe Investitionen. Ein nicht unerheblicher Teil des wachsenden Einkommensteueraufkommens, das in die Stadtkasse fließt, wird dafür benötigt. Umso wichtiger ist es, das Wachstum der Stadt nicht zu überhitzen, damit nicht auf den Engpass morgen der Leerstand übermorgen folgt.

Hier lesen Sie den Artikel dazu: Betreuung: So angespannt ist die Lage in den Landsberger Kindergärten

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