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Dorfleben

17.04.2015

Kinsau will weiter wachsen

Im Baugebiet an der Römerstraße in Kinsau sollen noch in diesem Jahr weitere Grundstücke erschlossen werden.
Bild: Thorsten Jordan

Im Baugebiet an der Römerstraße sollen noch dieses Jahr weitere Grundstücke erschlossen werden. Landrat Thomas Eichinger erläuterte in der Bürgerversammlung, warum die Gemeinde Familien mit Kindern gut brauchen kann.

Kinsau ist im vergangenen Jahr leicht gewachsen. Neun Einwohner mehr leben jetzt in der Gemeinde, berichtete Bürgermeister Marco Dollinger in der Bürgerversammlung. Das ist zwar keine Zahl, die zu lautem Jubel verleitet – aber trotzdem etwas Besonderes, wie Landrat Thomas Eichinger später erläuterte. Zumindest, wenn man sie im Vergleich zum Rest Deutschlands sehe. Der Landkreis, führte Eichinger aus, sei deutschlandweit auf Platz 6 der am meisten wachsenden Landkreise. Und das in einer Zeit, in der die meisten Kreise schrumpfen würden.

„Zuzug ist gut“, sagte Eichinger. „Familien mit Kindern können Sie gut gebrauchen.“ Denn dadurch hätte auch die Schule weiterhin eine dauerhafte Chance, am Ort zu bleiben. Dass in Kinsau einiges getan werde, um einen moderaten Zuzug zu ermöglichen, hatte Marco Dollinger den rund 120 Kinsauern, die in die Mehrzweckhalle gekommen waren, schon zuvor berichtet. So will die Gemeinde noch in diesem Jahr weitere Grundstücke im Baugebiet an der Römerstraße erschließen, auch für Gewerbetreibende stünden bald rund 9000 weitere Quadratmeter im Gewerbegebiet nahe der B17 zur Verfügung. Darüber hinaus soll ein Großteil des Dorfes künftig mit schnellerem Internet versorgt werden. Auch der Schulstandort sei sicher.

Dollinger ging in seinem knapp einstündigen Vortrag auch auf alles andere ein, was Kinsau im vergangenen Jahr bewegt hatte: zum Beispiel die Sanierung des Pfarrhofs, die im Herbst angelaufen war. Bis Ende des Jahres soll die Sanierung des historischen Gebäudes abgeschlossen sein. Von den Kosten, die sich auf etwa eine Million Euro belaufen, müsse die Gemeinde etwa 445000 Euro übernehmen.

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Spielplätze Gemeinsam mit dem Pfarrhof soll auch der dortige Spielplatz aufgewertet werden. Nach der Renovierung des Pfarrhofs wolle man ein Gesamtkonzept erstellen, sagte der Bürgermeister. Auch der Spielplatz an der Römerstraße werde ertüchtigt und die maroden Spielgeräte instandgesetzt. Der Spielplatz am Bachfeld, der zunächst aufgelöst werden sollte, werde nun zum Bolzplatz umfunktioniert (LT berichtete).

Waldschäden Durch den Sturm „Niklas“ sei ein großer Teil des Gemeindewaldes in Mitleidenschaft gezogen worden. Besonders betroffen sei der Waldstandort Hard, wo 80 Prozent der Bäume entwurzelt worden seien.

Epfacher Straße Der Rathauschef sprach auch ein weiteres Ärgernis an: Immer wieder beschädigen Fahrzeuge die Grünfläche, wenn sie dort um die Kurve fahren. Ein großer Stein, der dorthin gesetzt wurde, habe seine Wirkung verfehlt und sei sogar angefahren worden.

Feldwege Drei Feldwege müssen Dollinger zufolge noch dringend saniert werden: der Sondhofweg zur Winkkapelle, der Wildenweg von der Zimmerei Jocher bis zum Wald und die Verlängerung der Hardstraße bis zum Anwesen Besel.

Finanzen Der Schuldenstand der Gemeinde werde sich bis Ende des Jahres voraussichtlich halbieren, sagte Dollinger: Sie liege dann bei rund 16800 Euro. Eine Neuverschuldung sei nicht vorgesehen, fügte er hinzu.

Ehrung Seit 50 Jahren kümmert sich Andreas Helmschrott um die Wasserversorgung der Gemeinde. Dafür wurde er von Bürgermeister Dollinger in Abwesenheit mit einer Urkunde und einem Bild von Kinsau geehrt.

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