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Wassersport

11.10.2011

Klar Schiff im Strandbad

Neu geordnet wird die Vergabe von Bootsliegeplätzen und Umkleideräumen im Strandbad in Riederau.
Bild: Foto: Stephanie Millonig

Vergabe von Bootsliegeplätzen und Kabinen wird neu geordnet

Dießen, Riederau Klar Schiff machen will die Marktgemeinde Dießen im Strandbad Riederau. Konkret geht es um die Vergabe und Handhabung der 47 Bootsliegeplätze sowie der Kabinen und Spinde. „Im Zusammenhang mit dem Pächterwechsel im Strandbad sind Mängel deutlich geworden“, hieß es eingangs in der jüngsten Finanzausschusssitzung. Geschäftsstellenleiter Erich Neugebauer zeigte anhand kürzlich aufgenommener Fotos den derzeitigen Zustand: Boote, die schon Jahre nicht bewegt wurden, ein Verhau von Liegestühlen und ein buntes Durcheinander bei den Kabinen und Spinden. Mit einer Neuregelung will die Gemeinde nun Abhilfe schaffen.

Wie Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) vortrug, sollen die Boote im Winter nicht mehr am Liegeplatz verbleiben dürfen. Die Pachtverträge mit den Eignern werden dahingehend geändert, dass die Boote bis zum 31. Oktober aus dem Strandbad entfernt werden müssen. Nach einer Frist bis zum 15. November soll der Bauhof – gegen eine entsprechende Gebühr – die Boote wegbringen. Auch soll der Ankauf einer Jahreskarte für das Bad obligatorisch werden. Für jeden Liegeplatz soll es jährlich neue Verträge geben. Mit dieser Neuregelung will man zum einen erreichen, dass nicht genutzte Boote nicht mehr auf den Liegeplatz kommen und zudem der Platz gepflegt werden könne.

Edgar Maginot (CSU) prangerte an, dass „einige Plätze nur zur Besitzstandswahrung“ belegt würden. „Es sollen die zum Zug kommen, die wirklich segeln“, sagte er. Als einen „guten Vorschlag der Verwaltung“ lobte Dr. Wolfgang Salzmann (CSU) den Entwurf. „Diese Schlampereien gehören weg“, meinte er besonders im Hinblick auf die viel diskutierte Neuordnung am Seeufer.

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Wer hat einen Schlüssel?

Zur derzeitigen Praxis bei den Kabinen und Spinden berichtete Neugebauer, dass die Kabinen von Badegästen „als Zwischenlager“ genutzt worden seien und „Spinde auf Dauer belegt“ wurden. Bisher sei die Vergabe nicht verbindlich geregelt gewesen, sagte Bürgermeister Kirsch, „wir haben keine Übersicht, wer einen Schlüssel hat“.

Festgeschrieben wurde bisher lediglich bei der Vorbereitung zum neuen Pachtvertrag, dass die Kabinen im südlichen Gebäudeteil den Seglern vorbehalten sein sollen. Von den bislang 25 Kabinen fallen nun fünf weg, da der Platz für die Wasserwacht benötigt wird. Der Einbau von fünf neuen Umkleideräumen, wie es sich die Ortsgemeinde und der Pächter wünschten, koste etwa 5300 Euro, so eine Schätzung.

„Luxus für sehr kleinen Kreis“

Hier hakte Salzmann ein und rechnete vor, dass die Ersatzbeschaffung der Kabinen bei einer Saisongebühr von 100 Euro nicht wirtschaftlich sei. „Luxus für einen sehr kleinen Kreis“ würde man hier bauen. Dies sei nicht die Kernaufgabe einer Gemeinde, meinte er. Dieser Ansicht schlossen sich die anderen Gemeinderatsmitglieder an. Wie Neugebauer berichtete, habe die angekündigte Neuordnung bereits für einigen Wirbel gesorgt. Angeblich seien bereits 150 Anfragen für eine Kabine eingegangen, sagte er. Bei den Bootsliegeplätzen sei es übersichtlicher, meinte der Verwaltungschef. Wie die begehrten Kabinen vergeben werden sollten, darüber war man sich im Finanzausschuss nicht einig. Maginot schlug ein Losverfahren vor, Hannelore Baur (SPD) wollte Einheimische bevorzugt wissen, im Vorschlag der Verwaltung wurde Menschen mit Behinderung ein Vorrang eingeräumt.

Weitgehend einig war man sich, dass es keine Besitzstandswahrung geben solle, vielmehr solle jeder einmal zum Zug kommen. Analog der Liegeplätze wollte Michael Behrend (UBV) die Kabinen und Spinde immer für ein Jahr vergeben. Bürgermeister Kirsch schlug vor, zunächst eine Warteliste mit Stichtag 1. März zu führen. Je nach Anzahl der Bewerber soll dann ein entsprechender Vergabemodus im Finanzausschuss entwickelt werden.

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