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Kirche

25.03.2015

Kleine Kunstwerke mit Tradition

Ulrike Habersetzer verziert Kerzen mit kunstvollen Motiven. Für die Pfarrei hat die Apfeldorferin eine Osterkerze gestaltet. 

Ulrike Habersetzer aus Apfeldorf fertigt Wachswaren für besondere Anlässe. Auch die Osterkerze der örtlichen Pfarrei kommt schon seit zehn Jahren aus ihrer Werkstatt

Taufe, Erstkommunion, Hochzeit, Weihnachten oder Ostern – zu diesen besonderen Anlässen gehört heute eine individuelle Kerze. Ulrike Habersetzer aus Apfeldorf ist eine wahre Künstlerin in der Verzierung solcher Wachswaren. Jetzt, in den Wochen vor Ostern, hat sie viel zu tun – denn die Apfeldorferin fertigt auch viele Osterkerzen an.

Die Osterkerze hat eine ganz besondere Symbolik, ihre Entstehung reicht bis zu heidnischen Traditionen ins vierte Jahrhundert zurück. Ein Kreuz, die griechischen Buchstaben Alpha und Omega für Anfang und Ende sowie die Jahreszahl gehören zu den klassischen Motiven auf einer solchen Kerze.

Ulrike Habersetzer platziert auch die fünf Wundmale auf den Kerzenrohlingen, befestigt die symbolischen Nägel aber noch nicht endgültig. „Traditionell gehört noch ein Weihrauchkorn vor der Segnung in jedes Wundmal“, erzählt die Apfeldorferin, die seit zehn Jahren für die örtliche Pfarrei eine Osterkerze gestaltet. In der Liturgie der Osternacht wird zunächst das Osterfeuer gesegnet und daran die große Kerze entzündet. Mit dem wiederholten Ruf „Lumen Christi“ oder auf deutsch „Christus, das Licht“ zieht der Priester in die dunkle Kirche ein, das Volk antwortet mit „Deo gratias“ oder „Dank sei Gott“ und entzündet an der Osterkerze die mitgebrachten Lichter.

Im Laufe des Gottesdienstes folgt dann die Tauffeier, bei der wieder die Osterkerze zum Einsatz kommt und dreimal zur Weihe des Taufwassers in den Wasserkessel abgesenkt wird. Während des ganzen Jahres hat die Osterkerze einen exponierten Platz im Altarraum, an ihr werden Tauf- oder Kommunionkerzen entzündet und sie wird auch gerne bei Beerdigungen als Symbol für die Auferstehung in den Blickpunkt gerückt.

Ulrike Habersetzer hat jetzt im Frühjahr aber auch sehr viel mit den Kerzen zur Erstkommunion zu tun. Brot und Wein, Wasser und Fische oder Ähren und Trauben werden zusammen mit Namen und Datum des Kommunionskindes auf der Kerze angeordnet.

Auch Hochzeits- oder Geburtstagskerzen werden von ihr ganz nach Kundenwunsch gestaltet, passend zur Einladung oder sogar mit einem persönlichen Foto des Paares versehen. Zum 50. Jubiläum der Pfarrkirche Rott, das im Januar gefeiert wurde, hat sie dicke Stumpenkerzen mit den Symbolen der zwölf Apostel gestaltet. Diese zieren nun die Kerzenhalter entlang des Kirchenschiffes.

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