Pfitznerstraße-Ost

11.04.2011

Kleinere Terrassen

Während der Schondorfer Gemeinderat über die Inhalte des Bebauungsplans Pfitznerstraße-Ost diskutiert, wird im nördlichen Abschnitt des Plangebiets beim Leibl-Haus bereits gebaut.
Bild: Foto: Gerald Modlinger

Gemeinderat beschließt Plankonzept für Unterschondorfer Seelage

Schondorf Während oberhalb des Leibl-Hauses in Unterschondorf bereits gebaut wird, hat sich der Schondorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung wieder mit der städtebaulichen Konzeption für den Bebauungsplan „Pfitznerstraße-Ost“ beschäftigt. Das Bauvorhaben zwischen See- und Bahnhofstraße sowie Am Steig war vor eineinhalb Jahren der Auslöser gewesen, den Bereich zwischen See- und Pfitznerstraße zu überplanen. Ziel ist dabei, den Charakter eines locker bebauten Villenbereichs zu erhalten, zugleich aber eine gewisse bauliche Entwicklung zu ermöglichen. Ortsplanerin Dana Gerber vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München stellte die Planung vor.

Gebietscharakter: Beiderseits des Steigs ist ein Mischgebiet vorgesehen, nachdem sich hier bereits Dienstleister, Arztpraxen und eine Gaststätte befinden, der südlich anschließende Abschnitt ist allgemeines Wohngebiet.

Baudichte: Für jedes Grundstück werden maximal überbaubare Grundflächen festgesetzt. Sie orientieren sich weitgehend am Bestand und liegen zwischen 100 und 290 Quadratmetern (der Neubau oberhalb des Leibl-Hauses).

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Neben den bestehenden Häusern sind noch an zwei Stellen zusätzliche Gebäude möglich. Recht unterschiedlich waren die Meinungen der Gemeinderäte zur Frage, um wie viel Prozent diese Grundflächen überschritten werden dürfen, um Nebenanlagen zu errichten. Mit 8:5 Stimmen wurde ein Antrag von Andreas Dhom (Freie Wähler) befürwortet, die Flächen für Terrassen und Balkone deutlich abzuspecken. Sie dürfen die Grundfläche nur noch um 20 Prozent überschreiten. Gegen die vorgeschlagene 80-prozentige Überschreitung für Zufahrten und Stellplätze gab es keine Einwände.

Gebäude: Es sind nur Sattel-, Walm- und Zeltdächer zulässig. Die Firsthöhen sollen zwischen zehn und 12,50 Meter, die Wandhöhen bei 5,80 bis acht Metern liegen. Diese Maße richten sich weitgehend nach dem Bestand. Ausgangspunkt für diese Höhen ist das vorhandene Gelände, dessen Höhen im Rahmen der Planung festgestellt werden.

Gekürzte Baumöglichkeiten

Leibl-Haus: Gekürzt wurden die Baumöglichkeiten für das Grundstück mit dem Leibl-Haus. Der zunächst vorgesehene Bauraum für eine Garage Am Steig wurde gestrichen. Der Grundstücksbesitzer habe eh schon ein hohes Baurecht bekommen, sagte Helga Gall (Grüne) zur Begründung. Noch keine Einigkeit sei mit dem Grundstücksbesitzer bezüglich der Flächenabtretung an der Bahnhofstraße erzielt worden, erläuterte Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD). Trotzdem solle der Bebauungsplan diese Abtretungsfläche weiter beinhalten, „mit allen Konsequenzen“.

Einstimmig wurde das Plankonzept gebilligt, das nun förmlich ins Bauleitplanverfahren gehen kann. (ger)

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