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Landsberg

28.09.2018

Klinikum: Ein neuer Chefarzt für die Kindermedizin

Dr. Alexander Schnelke wird Chefarzt für Kinder- und Jugendmedizin am Landsberger Klinikum.
Bild: Julian Leitenstorfer

Alexander Schnelke kommt am 1. Januar nach Landsberg. Das LT stellt ihn vor.

Mit Dr. Alexander Schnelke als Chefarzt wird die Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin am Landsberger Klinikum neu organisiert. Am Mittwochnachmittag segnete der Verwaltungsrat des Klinikums die Personalie ab, unmittelbar danach wurde der 53-jährige Mediziner vorgestellt.

Am 1. Januar übernimmt Schnelke die Chefarzt-Position, unterstützt werden soll er von zwei Oberärzten. Schnelke ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin (Pädiater) und Spezialist für Erkrankungen von Früh- und Neugeborenen (Neonatologie), für Notfallbehandlungen von Kindern und Jugendlichen und Herzerkrankungen bei Kindern und Jugendliche.

Frühgebärende werden aufgenommen

Das Landsberger Krankenhaus erreiche mit der Neuverpflichtung die „höchste Ausbaustufe als Grund- und Regelversorger“, betonte Klinikumsvorstand Marco Woedl. Dies gewährleiste nicht nur eine ganztägige fachärztliche Präsenz. Mit der Neonatologie werde zudem eine neuer medizinischer Schwerpunkt ins Haus gebracht. Konkret: Das Landsberger Klinikum könne damit auch Gebärende ab der 32. Schwangerschaftswoche (bisher ab der 36.) aufnehmen, die bisher nach Augsburg, Memmingen oder München gehen müssen. Der Anteil frühgeborener Kinder liegt laut Schnelke bei rund zehn Prozent, die meisten davon kommen in der 32. bis 36. Woche zur Welt.

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Die Neuorganisation der Kinder- und Jugendmedizin stärke auch die Landsberger Geburtsklinik, betonte Landrat Thomas Eichinger bei der Vorstellung des Chefarzts. Das Vorhandensein einer Kinderstation sei nämlich für viele werdende Eltern ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Wahl der Geburtsklinik. Er sprach von einer „politischen Entscheidung, die wir gefällt haben, um für die Familien im Landkreis da zu sein“. Denn die Kinder- und Jugendmedizin sei nicht unbedingt das wirtschaftlich interessanteste medizinische Feld.

Geburten stiegen zuletzt

Wichtig sei das Vorhandensein der Medizin aber auch für die Hebammen, betonte Woedl, „die heilfroh sind, wenn ihnen kompetente Kinderärzte zur Seite stehen“ – und damit trage dies auch zur Sicherung der Geburtsabteilung in Landsberg bei. Auch aufgrund der Schließungen von Geburtshilfe in Nachbarlandkreisen sind die Geburtenzahlen am Landsberger Klinikum zuletzt stark gestiegen, heuer wird mit rund 1000 Neugeborenen gerechnet.

Dr. Alexander Schnelke wurde in Schwandorf geboren. Nach dem Studium arbeitete er in Rosenheim, wo er sich zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin weiterbildete. An der Klinik St. Hedwig in Regensburg erwarb Schnelke die Schwerpunktbezeichnung Neonatologie und wechselte als Kinderarzt an das Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen, eines der großen deutschen Kinderherzzentren. Momentan ist er noch als geschäftsführender leitender Oberarzt am Klinikum St. Marien in Amberg tätig, wo er sich auf Kinderkardiologie und -intensivmedizin spezialisierte. Mit Kindern hat Schnelke nicht nur als Arzt zu tun. Er ist selbst Vater von zwei Söhnen, die allerdings, wie er sagt, inzwischen seinem kinderärztlichen Fachwissen entwachsen sind.

Die Kinder- und Jugendmedizin am Landsberger Klinikum wird momentan noch von den zwei in Teilzeit angestellten Chefärzten Thomas Rath und Volker Schönecker verantwortet. Rath wird in den Ruhestand gehen, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums, Schönecker werde sich ausschließlich auf seine Praxis konzentrieren.

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