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Renovierung

28.11.2018

Klostereck: Die nächste Kehrtwende

Jetzt soll es im Doppelpack gehen: Die Deckensanierung im Klostereck und die Schallschutzmaßnahmen in der Klosterkirche sollen im nächsten Jahr gemacht werden.
Bild: Thorsten Jordan

Oberbürgermeister Mathias Neuner will die Sanierung des Freskos im nächsten Jahr durchziehen. Die Stabilität des Bauwerks nehme jedes Jahr ab, deshalb sieht er die Sache jetzt doch als dringlich an

Beim Klostereck in Landsberg kündigt sich die nächste Kehrtwende an. Wie Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) jetzt ankündigte, will er die Decke und die Fresken des momentan als „projekt...raum“ genutzten Gebäudeteils doch im nächsten Jahr sanieren lassen. Vor einer Woche hatte der Finanzausschuss mehrheitlich (bei Gegenstimmen von UBV und ÖDP) beschlossen, das Vorhaben auf 2020 zu verschieben.

Von einem Sinneswandel wollte Neuner nicht sprechen. Seine jetzige Position gehe auf ein neuerliches Gespräch mit Peter Huber, dem Chef der Technischen Gebäudeaufsicht im Bauamt zurück, das er am Montag geführt habe. Ergebnis: Die Sanierung gehöre im nächsten Jahr gemacht, denn: „Die Wahrscheinlichkeit der Haltbarkeit nimmt jedes Jahr ab.“ Wann die Haltbarkeit nicht mehr gegeben sei, könne bei einem Bauwerk aber nicht gesagt werden, erklärt Neuner. Aber: „Die Sache hat eine gewisse Dringlichkeit, es besteht eine latente Gefahr des Versagens des Bauwerks.“ Und was bedeutet das? Wenn nicht saniert werde, so Neuner, „dann besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Verfall weitergeht und Teile abbrechen können“. Wann das passieren kann, wisse keiner, „ob morgen oder in drei Jahren“. Die statischen Probleme seien jedenfalls offenkundig: „Das sieht man daran, dass wir die Decke hochgenagelt haben.“ Eine neue Faktenlage habe sich aber in den vergangenen Tagen nicht ergeben.

Deswegen habe das Bauamt auch bereits ein Leistungsverzeichnis gefertigt, in dem die Maßnahme im Hinblick auf die Ausschreibung genau beschrieben ist. Er gehe davon aus, dass die Sanierung bald angegangen wird: „Der Vertrag mit Frau Koletzko endet am 31. März 2019 automatisch und dann legen wir los“, sagt Neuner. Es sei alles vorbereitet, und auch die jetzige Mieterin Catherine Koletzko sei darauf vorbereitet. Vor einer Woche hatte sich die Angelegenheit im Finanzausschuss weniger dringend als jetzt angehört. Zwar wunderte sich beispielsweise Dr. Reinhard Steuer (UBV) darüber, dass die Kloster-eck-Sanierung erneut verschoben werden soll. Aber auch Peter Huber ließ in seiner Stellungnahme keine besondere Dringlichkeit erkennen. Auch davon, dass man im Bauamt bereits in den Startlöchern stehe, war nicht die Rede. Huber ließ in der Sitzung erkennen, dass die jetzige Nutzung der Statik und der Deckenkunst nicht weiter schade und dass man ja erst noch über die künftige Nutzung sprechen müsse.

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Nun soll der Finanzausschuss nach der Vorstellung Neuners die am vergangenen Mittwoch beschlossene Streichung der 220000 Euro für die Sanierung des Kloster-ecks rückgängig machen und das Geld wieder in den Haushalt 2019 einstellen. Zugleich sollen auch die in der vergangenen Sitzung vorgesehenen 100000 Euro für Schallschutzmaßnahmen in der Klosterkirche im Etatentwurf bleiben.

Auslöser der zunächst beschlossenen Umverteilung der Gelder war ein Antrag von Axel Flörke (Landsberger Mitte) gewesen. Er hatte den 100000-Euro-Ansatz für die Klosterkirche beantragt. Falls Klostereck und Klosterkirche zusammen nicht zu finanzieren wären, habe er vorgeschlagen, das Klostereck zu schieben, erklärte Flörke gegenüber dem LT. Dass nun beide Vorhaben im nächsten Jahr umgesetzt werden sollen, freue ihn: „Ich bin total froh, dass auch das Klostereck gleich saniert wird.“ Das sei auch für die Mieterin des „projekt...raums“, Catherine Koletzko, in Ordnung. Sie gewinne durch eine baldige Sanierung auch Planungssicherheit. Er denke, dass nun alle zufrieden sind, auch diejenigen, die sich zu einer Verschiebung der Klostereck-Restaurierung kritisch geäußert hatten.

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