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Denklingen

14.01.2018

Knapp über 60 Prozent wollen Braunegger

Von links: Bundestagsabgeordneter Michael Kießling, Bürgermeister Andreas Braunegger mit Frau Heidi, CSU-Kreisvorsitzender Alex Dorow und Zweiter Bürgermeister Norbert Walter.
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Von links: Bundestagsabgeordneter Michael Kießling, Bürgermeister Andreas Braunegger mit Frau Heidi, CSU-Kreisvorsitzender Alex Dorow und Zweiter Bürgermeister Norbert Walter.
Bild: Thorsten Jordan

Weniger als die Hälfte der Stimmberechtigten geben bei der Bürgermeisterwahl in Denklingen ihr Votum ab. Auf dem Wahlzettel sind auch einige andere Namen zu finden. Was der neue Rathauschef dazu sagt.

Andreas Braunegger heißt der neue Bürgermeister der Lechraingemeinde Denklingen. 60,49 Prozent der Wählerstimmen reichen dem 50-jährigen zum Einzug ins Rathaus, die Wahlbeteiligung am gestrigen Sonntag war mit 49,55 Prozent niedrig.

Im Denklinger Gemeindeteil Epfach hätte man sich dem Wahlergebnis zufolge wohl einen anderen Mann an der Spitze der Gemeinde gewünscht. Dort schaffte es Braunegger lediglich auf 45,59 Prozent. Meinrad Klein, der frühere Zweite Bürgermeister von Denklingen, vereinte 37,25 Prozent der in Epfach abgegebenen Stimmen auf sich, obwohl er bereits während der Aufstellungsphase erklärt hatte, als Bürgermeisterkandidat nicht zur Verfügung zu stehen. Auch in Dienhausen wünschte sich knapp ein Drittel der Stimmberechtigten ein anderes Gemeindeoberhaupt.

591 von 977 Stimmen

Mit insgesamt 591 von 977 gültigen Stimmen wurde Andreas Braunegger dennoch letztlich bestätigt.

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Damit hat Denklingen vier Monate nach der Bundestagswahl 2017 die „geschäftsführende Ära“ nach Michael Kießling beendet. Kießling war, wie berichtet, am 24. September zum Bundestagsabgeordneten gewählt worden und damit nicht länger Rathauschef in Denklingen. Die Amtsgeschäfte übernahm in der Zwischenzeit der Zweite Bürgermeister Norbert Walter.

Mit Andreas Braunegger zieht nun der gemeinsame Kandidat von CSU/Freie Bürger und Freie Wählergemeinschaft Denklingen ins Rathaus ein und wird am kommenden Mittwoch bereits seine erste Gemeinderatssitzung leiten.

„Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, aber nicht mit der Wahlbeteiligung“, sagte Braunegger unmittelbar nach Bekanntwerden der Zahlen. Weniger als die Hälfte der stimmberechtigten Denklinger waren an die Wahlurnen gegangen. „Es ist immer schwieriger, wenn nur ein Kandidat zur Wahl steht“, glaubt Braunegger. Aber für ihn zähle der „klare Auftrag der Wähler“ und den werde er gewissenhaft erfüllen, „für alle Denklinger“.

Keine anderen Kandidaten

Wie berichtet, hatte es im Vorfeld keine Gegenkandidaten aus der Gemeinde Denklingen mit den Ortsteilen Epfach und Dienhausen gegeben. Andreas Brauneggers Name stand als einziger auf den Stimmzetteln. Dennoch hatten die Denklinger auch am gestrigen Sonntag noch die Möglichkeit, einer anderen Person den Vorzug zu geben.

Davon hatten insbesondere die Epfacher reichlich Gebrauch gemacht. Meinrad Klein stand auf 76 der 204 gültigen Stimmzettel aus Epfach. Auch in der gesamten Gemeinde liegt Klein mit 15,56 Prozent auf Platz zwei hinter Braunegger.

Zweiter Bürgermeister Norbert Walter, der in den vergangenen Wochen die Gemeinde geführt hatte, gehörte ebenfalls zu den Wunschkandidaten einiger Wähler. Auf ihn entfielen 9,72 Prozent aller abgegebenen Stimmen.

Gemeinsam mit seinem Vorgänger Michael Kießling wartete Braunegger gestern Abend im Denklinger Rathaus auf das Wahlergebnis. Der 50-Jährige war, wie er mitteilte, bereits am Vormittag zur Urne gegangen und hatte alle Wahllokale besucht. Den Nachmittag verbrachte er mit Freunden „um mich abzulenken“, so Braunegger.

Michael Kießling, der gemeinsam mit seinem Nachfolger im Rathaus die Auszählung der Wahl beobachtete, findet insbesondere das Ergebnis aus Epfach als „sehr schade und ein bisschen schwierig“. Man habe es wohl nicht geschafft, den Epfachern Andreas Braunegger als guten Bürgermeisterkandidaten zu präsentieren.

Trotzdem sei auch er zufrieden mit dem Gesamtergebnis der Bürgermeisterwahl und wünscht seinem Nachfolger „viel Glück im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern“.

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