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Kinsau

12.09.2016

Königliche Atmosphäre für den Gemeindechef

Bürgermeister Marco Dollinger (links) nahm bei der Eröffnung des Kinsauer Pfarrhofs von Architekt Matthias Schamper symbolisch einen Zweig für die Pfarrgarten-Bepflanzung in Empfang. 

Der sanierte Pfarrhof ist nun offiziell eingeweiht. Aber eine Baustelle gibt es noch.

 „Es war für Kinsau ein einmaliges Projekt“, stellte Bürgermeister Marco Dollinger fest. Der sanierte Pfarrhof in Kinsau, in den jetzt das Rathaus eingezogen ist, zog beim „Tag des offenen Denkmals“ bewundernde Blicke auf sich. „Ärger, Blut und Schweiß“ habe die Renovierung des historischen Pfarrhofs gekostet – „aber überwiegend doch Freude bereitet“, erklärte Dollinger bei der offiziellen Auftaktveranstaltung des Landkreises, zu der sich die Ehrengäste im Gang des Obergeschosses im neuen Rathaus eingefunden hatten.

Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Dies wurde spätestens beim Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten deutlich. Ehrengäste wie Besucher waren beeindruckt, was dort in zwei Jahren Bauzeit geschaffen worden war. „Auf solche Amtsräume könnte man ja glatt neidisch sein“, scherzte Landrat Thomas Eichinger. Bürgermeister Dollinger hob vor allem die Leistung der vielen Ehrenamtlichen hervor: 2000 ehrenamtliche Stunden seien von rund 130 Kinsauer Bürgern geleistet worden. „Die Summe an ehrenamtlichen Arbeiten hat dazu beigetragen, dass das Gebäude heute so dasteht“, unterstrich er und fügte hinzu: „Und es waren nicht immer schöne Arbeiten, die hier zu machen waren.“

Mit Geschenken bedankte sich der Bürgermeister ganz besonders bei Werner Bayerl, der jeden Tag auf der Baustelle gewesen sei, sowie bei 2. Bürgermeister und Baumeister Alexander Resch, Gemeindesekretärin Martha Besel und Gemeinderätin Gabriele Fichtl.

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„Gemeinsam Denkmale erhalten“ – so laute heuer Motto beim Tag des offenen Denkmals, erklärte Landrat Eichinger. Und dieses Motto passe perfekt auf den Kinsauer Pfarrhof. Das Gebäude sei von der Gemeinde „in ganz liebevoller Arbeit“ wieder hergerichtet worden. „Kinsau kommt ja von Königsau“, stellte Eichinger fest, „und hier hat der Bügermeister auch etwas königliche Atmosphäre, wenn er seiner Arbeit nachgeht“, stellte der Landrat mit einem Augenzwinkern fest. „Es ist gut, das dieses Denkmal nicht nur ein Denkmal ist, sondern wieder belebt wurde“, meinte der Landtagsabgeordnete Alex Dorow und hob die gemeinsame Nutzung von Gemeinde und Kirche als positiven Aspekt hervor.

Architekt Matthias Schamper blickte auf die umfangreichen Bauarbeiten zurück, bei denen auch einige Herausforderungen zu meistern waren. Was zum Beispiel die Beleuchtung angeht: Der Original-Putz sollte nicht vom Elektriker mit der Fräse beschädigt werden, erläuterte Schamper eines der Probleme. Die Lösung: Ausgehend von den Sockelleisten der Fußböden wurden die Kabel über Lichtkanäle zu den Wandleuchten als Deckenfluter gezogen. Nicht einfach war auch die Sanierung des Dachstuhls, wie Schamper erläuterte: Der gesamte Dachstuhl musste wieder in ein statisches Gleichgewicht gebracht werden. Das Projekt, das mittlerweile 25 Aktenordner füllt, kostete rund 1,25 Millionen Euro. Was noch aussteht, sind die Außenanlagen: „Wir werden auch den Pfarrgarten wieder beleben“, kündigte Dollinger an. Dieser solle auch mit heimischen Obstsorten bepflanzt werden. Architekt Schamper überreichte der Gemeinde schon mal einen Zweig – als symbolisches Geschenk für einen der künftigen Obstbäume. Vor der offiziellen Auftaktveranstaltung sangen die Buben und Mädchen des Kinsauer Kindergartens im Pfarrgarten zwei Lieder.

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