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Mohrenwirt: Historisches soll bleiben

Kommentar Von Stephanie Millonig
29.08.2018

Die Diskussion um ein Hotel in Augsburg hat auch LT-Redakteurin Stephanie Millonig beschäftigt. Wie sie zum „Mohr“ im Namen steht.

So ein Schmarrn – dies ist die erste Reaktion auf das Anliegen, Gasthöfe, Hotels und Apotheken, die den „Mohr“ im Namen tragen, umzubenennen. Bei längerer Recherche im Internet wird die eigene Haltung etwas differenzierter. Bildlich wird der Mohr – sei es nun auf dem Sarotti-Schild oder auf dem Wappen eines Bischofs – stereotyp mit dicken Wulstlippen und großen Augen dargestellt – reduziert auf körperliche Merkmale und/oder auf die Funktion des Dieners. Und es findet sich auch aktuelle, diskriminierende Hetze im Netz, die mit dieser „Mohren“-Physiognomie und noch viel schlimmeren Zuschreibungen arbeitet. Auch in der deutschen Klassik, bei Schiller, hat der Mohr Spitzbuben-Qualitäten, die er als Mohr von Tunis zugunsten des Grafen von Lavagna nutzt. „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen“, lautet das Originalzitat aus dem Munde des Mohren. Und er ist Diener.

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