Unterdießen

10.08.2016

Kommt die Megafete?

Kommt nach Unterdießen eine Megafete? Verwaltungschef Gerhard Schmid hat eine Bewerbung für das Bayern-3-Dorffest abgegeben.
Bild: Sibylle Seidl-Cesare (Archiv)

Der Verwaltungschef hat einfach mal die  Bewerbung für eine Großveranstaltung rausgehauen.

Ist es mit der Sommerferien-Beschaulichkeit in Unterdießen bald vorbei? Das könnte sich am Donnerstag vorentscheiden. Dann wird nämlich feststehen, welche Dörfer in Bayern um das Dorffest, das der Radiosender Bayern 3 spendiert, wetteifern können. Einer der Bewerber ist Unterdießen. Dafür hat der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal, Gerhard Schmid, gesorgt. Der umtriebige Verwaltungschef, der sich ansonsten im Stellen von Zuschussanträgen hervortut, hat die Bewerbung für Unterdießen abgegeben. Davon haben die Gemeinderäte jetzt auch in ihrer jüngsten Sitzung erfahren.

Dorffest, so etwas hört sich recht überschaubar an, ein Bayern-3- Dorffest ist freilich ein paar Nummern größer. Beim Bayerischen Rundfunk spricht man denn auch von einer „Megafete“. Eine solche gab es beispielsweise im vergangenen Jahr in Tiefenlesau, einer Ortschaft irgendwo in Oberfranken. 65000 Gäste kamen in das 84-Einwohner-Dorf, als dort Stars wie Rea Garvey und Olly Murs auftraten. So etwas könnte jetzt auch in Unterdießen passieren. Den ersten Schritt dazu hat Verwaltungschef Schmid getan, der wie er sagt, „gaudihalber mal eine Bewerbung“ geschickt hat. Aus der Gaudi wurde bald ernst. Zwischenzeitlich legten die Unterdießener auch noch mit einem Videofilm nach und ein Rundfunk-Mitarbeiter hat den potenziellen Veranstaltungsort Unterdießen schon mal inspiziert.

Am Donnerstag wird es nun eine Vorentscheidung geben. Unter den Bewerbern wählt der Rundfunksender erst einmal diejenigen aus, die sich dann dem Voting der Bayern-3-Hörer stellen können, idealerweise aus jedem Regierungsbezirk ein Dorf, sagt Julia Breitner von Bayern 3. Die beiden Dörfer mit den meisten Stimmen kommen ins Finale und im Siegerdorf wird am 10. September dieses etwas größere Dorffest mit einem Konzert mit den Sängern Mark Forster und Milow gefeiert.

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Sollte Unterdießen gewinnen, dann dürfte dort für einige Tage der Ausnahmezustand herrschen. Eine kleine Vorstellung davon kann man sich machen, wenn man liest, was das Dorffest-Dorf für die große Fete vorhalten soll: Unter anderem ein rund sieben Hektar großes Veranstaltungsgelände, idealerweise teilweise geschottert oder betoniert. Dazu werden noch Parkplätze für rund 10000 Autos benötigt, die ebenso wie die Wege zum Veranstaltungsgelände beleuchtet sein sollen und natürlich werden viele freiwillige Helfer benötigt, die die Besucher einweisen und mit Essen und Trinken versorgen.

Wie das alles innerhalb kurzer Zeit in Unterdießen so ablaufen soll? Bis ins Letzte durchorganisiert scheint das alles noch nicht zu sein. Die Party, so stellt sich Schmid vor, könnte auf der Flur zwischen der Straße nach Asch und der Fuchstalbahn stattfinden. Da müsse man halt mit den Grundstückseigentümern reden, meint der Geschäftsstellenleiter. Aber er zeigt sich optimistisch, dass sich die Unterdießener und über ihre Vereine dann schon zusammentun werden, um das Ganze zu stemmen.

Und warum überhaupt Unterdießen? Er habe auch überlegt, eine Bewerbung für seine Heimatgemeinde Apfeldorf einzureichen, sagt Schmid, der dort auch Zweiter Bürgermeister ist. Aber irgendwie sei ihm keine dort keine geeignete Fläche für das Fest eingefallen. Und warum nicht in Fuchstal? „Für Fuchstal haben wir ja schon so viel gemacht, jetzt sollte auch mal Unterdießen dran sein“, meint Schmid, „und Herr Karg freut sich für seinen Unterdießener Kollegen.“

Aber noch ist Unterdießen nicht auf der Ziellinie angelangt. Morgen entscheidet sich erst einmal, ob die Unterdießener überhaupt die erste Hürde genommen haben und beim Publikumsvoting an den Start gehen dürfen.

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