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23.06.2009

Kontroverse Diskussion über Kinderkrippe

Hurlach Zweiter Bürgermeister Georg Schmid hat sich Gedanken zum möglichen Bau einer Kinderkrippe in Hurlach gemacht und diese in der Gemeinderatssitzung vorgestellt.

VOn Romi LÖbhard

Er habe sich an das von der Regierung vorgegebene Raumprogramm gehalten, sagte der Architekt zu dem zur Debatte stehenden, groben Plan. Danach würde nicht nur eine Krippe als eingeschossiger Pultdachbau an den bestehenden Kindergarten in Hurlach angegliedert, Letzterer habe davon auch räumliche Vorteile. Der bisher fehlende Personalraum würde entstehen, Leiterinnenzimmer und Küche könnten erweitert werden. Eine der drei derzeitigen Gruppen würde einen Nebenraum bekommen. Die Kosten schätzt Schmid auf knapp 300 000 Euro. Die staatliche Förderung liege generell bei 72 Prozent, falls das Bauwerk weniger als 280 000 Euro kostet, wären sogar 90 Prozent Fördermittel drin. Die anschließende, kontrovers geführte Diskussion machte deutlich, dass die Meinungen bezüglich Standort und Kinderkrippe zum Teil recht weit auseinandergehen. Schmids Plan war nicht jedermann gefällig, die Außenansicht des Ensembles würde leiden, hieß es, die Parkplatzsituation müsse geklärt werden, die innerörtliche Verdichtung wurde kritisiert. Dazu sagte Bürgermeister Wilhelm Böhm, der Ortskern solle belebt sein. Die anwesende Kindergartenleiterin Gisela Appel mahnte an, das Konzept komplett zu überdenken.

Zukunft Kinderhaus?

Die Zukunft werde wohl ein Kinderhaus sein, so Appel, mit Betreuungsangeboten von eins bis zu zehn Jahren. "Der Anbau einer Kinderkrippe ist deshalb nicht alles." Ebenfalls zur Diskussion stand, die Krippe in den bereits vorhandenen Räumlichkeiten unterzubringen. Böhm war davon nicht zu überzeugen. In der Gemeinde quelle "eh schon alles über", so Böhm. Ein weiterer Vorschlag war anstelle einer Krippe, ein Tagesmütterkonzept, das von der Gemeinde bezuschusst werden könnte. Vor einem endgültigen Schritt in Richtung Anbau müsste der Bedarfsplan erneuert werden. Bisher gibt es laut Kämmerer Otto Lichtblau neun Interessenten. Um die volle Förderung zu erhalten, müsse aber der Bedarf für zwölf Kinder nachgewiesen werden.

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