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Landkreis Landsberg

17.03.2020

Kreistagswahl: Grün am Ammersee und CSU am Lech

Die Grünen sind die Gewinner der Kreistagswahl und inzwischen vielen Gemeinden präsent. Unser Bild zeigt die Vorsitzende der Landtagsfraktion der Grünen, Katharina Schulze, bei der Gründung eines Ortsverbands in Windach.
Bild: Julian Leitenstorfer/Archiv

Plus Auch bei der Wahl am Sonntag zeigte sich im Landkreis Landsberg ein bekanntes Muster. Warum einige Parteien in bestimmten Gemeinden besonders gut abschneiden.

Gerade bei Kommunalwahlen beeinflussen oft örtliche Besonderheiten das Wahlverhalten. So war es auch am Sonntag im Landkreis Landsberg. Entsprechend stark gehen die Stimmenanteile der Parteien von Gemeinde zu Gemeinde, zwischen Stadt und Land, zwischen Ammersee und Lechrain auseinander. So ist die CSU vor allem im Westen stark. Das schlechteste Ergebnis fuhren die Christsozialen in einer Hochburg der Freien Wähler ein.

Schon seit Langem lässt sich bei der CSU ein West-Ost-Gefälle beobachten. Vier ihrer fünf besten Ergebnisse erzielte die CSU beiderseits des Lechs: Hurlach 55,8 Prozent, Prittriching 53,5, Weil 53,4 und Apfeldorf 52,4. Erst dann folgt mit Eching (50,8 Prozent) eine Gemeinde vom Ammersee. Das mit Abstand schlechteste Ergebnis erzielte die CSU mit 22,6 Prozent in Dießen. Das lag nicht nur am hohen Stimmenanteil der Grünen. Dießen war auch die Hochburg der Freien Wähler. Ein ähnlicher Zusammenhang ergab sich in Igling, wo die CSU mit nur 33,1 Prozent das schwächste Ergebnis aller Lechrain-Gemeinden einfuhr. Genau dort kamen die Freien Wähler mit 16,8 Prozent auf ihr zweitbestes Ergebnis.

Wo die Kreisräte der CSU und der Grünen daheim sind

Die Grünen wurden in drei Gemeinden stärkste Partei: Schondorf 39,6, Utting 39,3 und Dießen 31,1 Prozent. Unter den fünf besten Gemeinden sind auch Windach mit 34,3 und Greifenberg mit 32,4 Prozent. In keiner Gemeinde blieben die Grünen unter zehn Prozent. Entsprechend den Wahlergebnissen sind auch die Kreisräte von CSU und Grünen im Landkreis verortet. Aus den Ammersee-Gemeinden kommen acht Grünen-Kreisräte, aber nur drei CSU-Kreisräte. Genau anders herum ist es am Lechrain: 15 CSU-Kreisräte stehen dort zwei Kreisräten der Grünen gegenüber.

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Im Bereich unter zehn Prozent ist inzwischen fast in allen Gemeinden die SPD angekommen. Nur dreimal lag die Partei darüber. In Landsberg (11,0 Prozent) und in den Gemeinden mit SPD-Bürgermeistern: Kaufering mit 14,7 und Vilgertshofen mit 10,2 Prozent. In sechs Orten rutschte die SPD unter die Fünf-Prozent-Marke. Eresing bildete mit 3,7 Prozent das Schlusslicht.

Dießen ist ein besonderer Fall

Am deutlichsten spiegeln sich örtliche Faktoren bei den Freien Wählern wieder. Ihre fünf besten Gemeinden sind sämtlich solche, die bisher (Penzing 13,3 Prozent), weiterhin (Igling 16,8 und Windach 10,7 Prozent) oder künftig (Scheuring 16,2 Prozent) einen Bürgermeister der Freien Wähler haben. Ein spezieller Fall ist Dießen mit 23,3 Prozent für die Freien Wähler. Aus Dießen kamen fast die Hälfte aller Kreistagskandidaten, darunter waren auch die in die Bürgermeister-Stichwahl gekommenen Bewerber Florian Zarbo und Sandra Perzul. Dass die Freien Wähler landkreisweit trotzdem nur auf acht Prozent kamen, lag unter anderem an den Ergebnissen in Kaufering (4,7) und Landsberg (5,6).

Kleine Parteien sind manchmal auch zweistellig

Dieses Phänomen zeigt sich regelmäßig auch bei der Bayernpartei, die zwar in einigen Lechrain-Gemeinden wie Thaining (12,7), Egling (12,2) und Hofstetten (11,2) punkten konnte, am Ammersee, in Kaufering und Landsberg im unteren einstelligen Bereich blieb.

Genau anders herum das Bild bei der UBV, die in Landsberg 12,5, in Igling 12,4 und in Kaufering 8,8 Prozent erreichte, in vielen Landgemeinden aber nicht einmal ein Prozent schaffte. Auch in Dießen spielte die UBV mit 3,2 Prozent keine große Rolle mehr.

Die ÖDP profitierte von ihrer starken Präsenz in Egling (17,3 Prozent) und Geltendorf (16,1 Prozent), wo Robert Sedlmayr am 29. März in die Stichwahl gehen wird. Auch in Rott ist die ÖDP stark, dort erreichte sie 12,5 Prozent.

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