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Benefiz

03.04.2019

Künstler unterstützen Kinderkrebshilfe

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Dr. Rupert Handgretinger bei seinem Vortrag im Stadttheater.

Im Stadttheater feiert die Gesellschaft für Kinderkrebsforschung ihr zehnjähriges Bestehen. Der Verein sammelt Geld, um neue Heilungsmöglichkeiten zu finden

Noch immer sterben Kinder an Krebs, die mit mehr Wissen um Krankheit und Heilungsmöglichkeiten möglicherweise hätten gerettet werden können. Daran erinnert die Gesellschaft für Kinderkrebsforschung (GKKF) nicht nur, sondern setzt sich seit nunmehr zehn Jahren mit beträchtlichem finanziellen Aufwand für die Erforschung von Therapien und Heilungsmöglichkeiten dieser oft tödlich verlaufenden Krankheit ein.

Um Gelder zu generieren, organisiert der in Geltendorf ansässige Verein unter anderem Benefizveranstaltungen. Jüngstes Beispiel ist der Festakt zum zehnjährigen Bestehen im Landsberger Stadttheater. Auch dort stand mit Information und Unterhaltung der Benefiz-, der Spendengedanke im Vordergrund.

Nach Sektempfang und Fachvortrag des ärztlichen Direktors aus der Kinderklinik der Universität Tübingen, Dr. Rupert Handgretinger, wurde den Gästen eine mehr als zweistündige Show serviert, die – schade für Verein und Künstler – nicht allzu gut besucht war. Mitglieder der Jungen Bühne des Stadttheaters führten mit viel Verve durch ein Programm, das so gut wie alle Bereiche von reproduzierender Kunst abdeckte.

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Nach einem erst jüngst preisgekrönten Blockflötenensemble der Städtischen Sing- und Musikschule sangen und spielten Schüler des Musikstudios Robinson einige Szenen aus dem kürzlich uraufgeführten Jugendmusical „Café au lait“. Und markierten damit gleich einen ersten Höhepunkt: Die fünf jungen Damen und der junge Herr überzeugten mit mehrstimmigem Gesang und hübschen Schauspielereien. Die Qualität setzte sich fort.

Das Blechbläserquintett „Die Imbrassionisten“, allesamt junge Musiker aus dem Raum München, präsentierte mit Werken aus verschiedenen Epochen nicht nur die Vielseitigkeit des eingesetzten Instrumentariums, sondern sorgte mit hervorragendem Zusammenspiel, genauer Intonation und treffsicherer Gestaltung der Kompositionen für begeisterten Applaus.

Letzteren verdiente sich Julius Frack mit einigen Stand-up-Illusionen. Der Magier, der sich als ehrenamtlicher Botschafter für zwei der GKKF ähnelnde Vereine engagiert, entfachte mit schwebender Jungfrau, Orangenbäumchen und brennendem Geldschein ein wahres Feuerwerk der Illusionen. Und während die Besucher tosenden Beifall spendeten, dachte sicher der eine oder andere darüber nach, wie seine Sinne in ihrer Wahrnehmung so getäuscht werden konnten. Den Abschluss des unterhaltsamen Abends bildeten Szenen aus Tschaikowskys Ballett „Der Nussknacker“, überzeugend getanzt vom Landsberger Jugendballett des Ballett- und Tanzstudios Beatrix Klein. Das Ballett war vor wenigen Wochen anlässlich des 30-jährigen Bestehens der für gleichbleibend hohe Qualität bürgenden Einrichtung uraufgeführt worden.

Begleitend wurde mit einer Fotoausstellung im Foyer gezeigt, wie ein Tag auf der Kinderkrebsstation eines Krankenhauses verläuft, wie Ärzte, Eltern und Kinder mit der Erkrankung umgehen. Der kleine Film zur Einstimmung, der im Theater nicht zum Laufen gebracht werden konnte, kann über die Homepage des Vereins angeschaut werden. Dort sind auch Informationen zu geförderten Projekten und Spendenmöglichkeiten abrufbar. Die GKKF ist nach wie vor auf Unterstützung angewiesen.

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