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Landsberg

15.09.2019

Kunstpreisgala: Von klassischer Musik bis zu mutigem Tanz

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Sie alle traten bei der Kunstpreisgala 2019 im Landsberger Stadttheater auf.
Bild: Thorsten Jordan

Bei der Jubiläumsausgabe des Ellinor Holland Kunstpreises erleben die Besucher im Stadttheater eine enorme Bandbreite künstlerischer Performancekunst. Ein Überblick.

„Es ist für jeden was dabei. Das macht die Kunst aus.“ LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger machte in ihrer Begrüßung zum zehnten Ellinor Holland Kunstpreis im Foyer des Landsberger Stadttheaters deutlich, welch bedeutender Quell an Inspiration die Kunstpreisgala und die Preisverleihung in den vergangenen Jahren für die Besucher stets waren. Unter den zahlreichen Gästen waren auch die Preisträger der vergangenen Jahre aus den Bereichen bildende Kunst, Theater, Tanz, Film und Malerei. Und im Theatersaal gab es ein Wiedersehen mit einigen guten alten Bekannten, wie Moderator und Landrat Thomas Eichinger es formulierte.

Die Stelzer machen es auf gut Bayerisch

In der Tat: Unter den auftretenden Künstlern und Gruppen waren einige – darunter auch Preisträger –, die in den vergangenen Jahren bei der Gala zugunsten der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, auftraten. Zauberer Louis von Eckstein verblüffte Oberbürgermeister Mathias Neuner und das gesamte Publikum im Foyer. Die Jugendgruppe der Stelzer präsentierte passend zur Volksfestzeit in Lederhose und Dirndl ein „bayerisches Dreierlei“. Die großen und kleinen Schneeflocken vom Tanzstudio Beatrix Klein wirbelten zum Ballett „Der Nussknacker“ über die Bühne. Besonders Solistin Dominika Fichtl überzeugte. Die landsberger bühne unternahm einen Ausflug ins Singspiel „Im weißen Rössl“. Eine Melodie zum Mitsummen präsentierte Klarinettist David Schöndorfer, der von Anna Gebhardt am Klavier begleitet wurde, mit dem „Karneval von Venedig“.

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Volles Stadttheater beim 10. Ellinor Holland Kunstpreis
Bild: Thorsten Jordan


„frei sein“ lautete das Motto von Tänzerin Anna Maria Johannes. Die Landsbergerin lebt normalerweise auf Fuerteventura. Und dorthin entführte sie die Besucher auch in einem Teil ihrer Choreografie. Denn sie tanzte synchron zu einem auf der Insel gedrehten Video, das im Stadttheater auf Leinwand gezeigt wurde. Den Auftritt der nächsten Gruppe nutzte Moderator Eichinger zu einem Exkurs in die Welt der Kunst. „Der Ellinor Holland Kunstpreis hat Impulse gegeben, zu zeigen, welche Künstler es in der Region gibt. Dass Kunst Grenzen antastet, ist normal.“ Damit leitete er zur Gruppe Randerscheinungen über, die sich 2012 in Landsberg gegründet hatte. „Verführung“ lautete das Motto der Damen und Herren, die in gewagten und teils knappen Outfits die Bühne eroberten. Sänger Emanuel Kasprowicz und seine Kollegen zauberten eine Show mit Disconebel, Pole Dance und mutigen Bewegungen auf die Bühne.

Zwei Preisträger der vergangenen Jahre stellen aktuelle Werke aus

Klassisch ging es schließlich vor dem Höhepunkt des Abends zu, der Verleihung des Ellinor Holland Kunstpreises 2019. In Anwesenheit von Alexandra Holland, der Herausgeberin der Augsburger Allgemeinen, kürte stellvertretender Chefredakteur Gerd Horseling den Preisträger – Oboist Christoph Hartmann. Seine Musikerfreunde Johannes Fleischmann, Violine, Almuth Botzky, Violine, Tilo Widenmeyer, Bratsche, Benedikt Strohmeyer, Cello, und Werner Fleischmann, Kontrabass, spielten zunächst Wiener Walzer. Anschließend wurde aus dem Streicherquintett ein Sextett. Denn Hartmanns 14-jähriger Sohn Franz gesellte sich mit der Oboe dazu. Gespielt wurde D. Cimarosa und schnell wurde den Besuchern klar, dass das Talent des Sohnes nicht von ungefähr kommt.

Werke der bisherigen Kunstpreisträger konnten die Besucher im Obergeschoss des Theaterfoyers bestaunen. Dort stellten die Maler Gabriele Lockstaedt und Martin Paulus aus. Letzterer mit einer düsteren Darstellung Adolf Hitlers, der an einem Auto vor dem Bayertor steht. Andreas Kuhnlein zeigte den „Narziss“, eine Skulptur aus Ulmenholz. Malerin Katinka Schneweis präsentierte gleich mehrere ihrer Werke.

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