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27.06.2009

Kunststoffbahn als Alternative zum Natureis

Landsberg (lt) - Im Stadtrat hatten sie unter anderem gegen eine Frei-Eisfläche auf dem Gelände des Ignaz-Kögler-Gymnasiums gestimmt, jetzt schlägt die Grünen-Fraktion eine "klimafreundliche" Alternative zum künstlich erzeugten Eis vor. In einem Antrag an Oberbürgermeister Ingo Lehmann stellen sie eine Eislauffläche aus Kunststoff vor und bitten gleichzeitig um eine Kosten-Vergleichsrechnung zur bisherigen, bereits beschlossenen Kunsteisvariante. Gleichzeitig soll die Dauer von geplanten vier Monaten Publikumslauf auf sechs Wochen vom Beginn des Christkindlmarkts bis zum Ende der Weihnachtsferien verkürzt werden.

Wie Stadträtin Ruth Satzger für die Grünen formuliert, sei eine Kunststoffeisbahn, wie sie beispielsweise in Eberswalde hergestellt und bereits betrieben werde, wesentlich klimafreundlicher und finanziell günstiger als die vorgesehene Eisbahn. Das künstlich erzeugte Eis mittels Kälteanlage benötige nämlich Strom und Wasser. Die Stromkosten wurden bereits im Vorfeld mit 10 000 Euro veranschlagt. Sollte im Winter eine Wärmeperiode über mehrere Wochen einsetzen, würden die Kosten entsprechend steigen.

Entgegen anderslautender Aussagen des Oberbürgermeisters Ingo Lehmann in der jüngsten Stadtratssitzung, so Ruth Satzger, werde der Hartplatz, auf dem die Eisfläche stehen soll, sehr wohl in den Wintermonaten für den Sportunterricht genutzt. Dies bestätigte die Schulleitung des IKG auf Anfrage der Grünen. Auch als Pausenplatz sei er wichtig, da die Schüler Raum für Bewegung als Ausgleich bräuchten. Bei steigenden Schülerzahlen und durch das G 8 bedingten längeren Anwesenheitszeiten in der Schule bedeute der Verzicht auf den Hartplatz eine enorme Einschränkung.

IKG könnte Kunststoffbahn für den Schulsport mitnutzen

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Nach Auskunft der Verwaltung wären die Kosten für die Aufstellung der Kälteanlage und der Eisbereitungsmaschine gleich hoch, unabhängig von der Dauer des Eisbahnbetriebes (Finanzausschuss, 20. Mai). Für die Anmietung der Kunststoffeisbahn entfielen jedoch diese Kosten ebenso wie ein Großteil der Stromkosten.

Das IKG könnte im Winter die Kunststoffbahn für den Schulsport nutzen. Eine entsprechende Regelung, wonach die Klassen freien Eintritt für die Eisbahn im Rahmen des Schulsports erhalten, wäre ein Entgegenkommen an die Schule als Ausgleich für die Einschränkungen bei der Nutzung des Hartplatzes. Ruth Satzger: "Wir haben die Firma Barnim Ice zu den Möglichkeiten einer Kunststoffeisbahn in Landsberg befragt, um eine grobe Kostenschätzung durchführen zu können." Demnach könnten sich die Kosten für die Anmietung der Bahn für zwei Monate, einschließlich Anfahrt, dazu Zelt, Schlittschuhe und Hütte für den Schlittschuhverleih bei ungefähr 45 000 Euro bewegen.

Da der Betrieb der Eisbahn probeweise erfolgen soll und eventuell in den nächsten Jahren wiederholt wird, wäre als Alternative über den Ankauf einer Bahn nachzudenken. Die Firma Barnim Ice würde eine Bahn mit einer Fläche von 450 Quadratmetern ohne Zubehör für circa 82 000 Euro, mit Zubehör komplett für ungefähr 150 000 Euro anbieten.

Aus diesem Grund schlagen die Grünen eine Vergleichsberechnung zu den Kosten der bisher geplanten Eisbahn vor, um über Anmietung oder Kauf entscheiden zu können. Zu diesem Zweck sollen vergleichbare Angebote eingeholt werden.

Die Kunststoffeisbahn würde ebenso wie die geplante Eisbahn zur gewünschten Belebung der Innenstadt und gesteigerter Attraktivität des Publikumslaufs beitragen.

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