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Landsberg

14.02.2020

Landesausstellung: Kommt sie nach Landsberg oder nicht?

Das Landsberger Stadtmuseum könnte 2024 der Schauplatz der Bayerischen Landesausstellung mit dem Arbeitstitel "Räuber und Banditen" werden.
Bild: Thorsten Jordan/Archiv

Plus Die Landesausstellung soll 2024 im Stadtmuseum in Landsberg stattfinden. Das Haus der Bayerischen Geschichte wünscht eine Garantie, dass die Stadt den Termin einhalten kann.

Kommt die Bayerische Landesausstellung 2024 nach Landsberg oder nicht? Diese Frage ist auch nach dem mehrheitlichen Ja des Stadtrats vom November noch nicht entschieden. In der jüngsten Stadtratssitzung kam zur Sprache, woran es momentan noch hakt und dass noch vieles offen ist. Oberbürgermeister Mathias Neuner und Kulturbürgermeister Axel Flörke schätzen die Situation durchaus unterschiedlich ein.

Die Projektverantwortliche, Museumsleiterin Sonia Fischer, berichtete zwar, dass sich etwa die Lösung des Brandschutzes einfacher gestalten könnte als zunächst gedacht. Deutlich wurde aber auch, dass noch vieles offen ist. Jedenfalls, so ergänzte Dritter Bürgermeister Axel Flörke (Landsberger Mitte) nach einem Besuch im Haus der Bayerischen Geschichte (HdBG), sei der Vertrag zwischen der Stadt und dem HdBG zur Veranstaltung der Landesausstellung im Stadtmuseum noch nicht unterschrieben.

Dritter Bürgermeister Axel Flörke und Museumsleiterin Sonia Fischer berichteten im Stadtrat über den aktuellen Stand in Sachen Landesausstellung in Landsberg
Bild: Julian Leitenstorfer

Das HdBG zögere noch. Flörke machte auch deutlich, warum das so sei: „Das liegt am Abstimmungsverhalten des Stadtrats im November, dadurch ist das Haus der Bayerischen Geschichte wahnsinnig vorsichtig und kritisch geworden.“ Denn es sei deutlich geworden, dass es vonseiten des Stadtrats und des Stadtoberhaupts Vorbehalte gegen die Landesausstellung gebe, so Flörke weiter. Das HdBG wolle vor einem Vertragsabschluss von der Stadt garantiert haben, dass der Termin für 2024 für die Ausstellung mit dem Arbeitstitel „Räuber und Banditen“ eingehalten werde. Der Stadt sei dazu eine Frist bis Mai gesetzt worden. Das HdBG habe wegen der Ausstellung auch schon Kontakt mit anderen Museen aufgenommen, berichtete Flörke weiter.

Landesausstellung: Kommt sie nach Landsberg oder nicht?

Etwas anders stellte Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) den aktuellen Stand dar. Eine solche Garantie werde nicht nur von der Stadt Landsberg gefordert, sagte er: „Bis jetzt hat noch jede Kommune eine Garantie abgegeben, dass sie den Termin halten kann.“ Er sehe sich momentan dazu aber noch nicht in der Lage: Die Fragen des Brandschutzes, der Infrastruktur und der Statik seien noch nicht geklärt. Bei ihm keime zwar ein „Hoffnungsschimmer“ auf, eine Garantie könne er aber voraussichtlich erst im Juni geben. Zwischen dem Oberbürgermeister und dem Dritten Bürgermeister hatte es wegen der Landesausstellung bereits Ende des vergangenen Jahres ziemlich gekracht.

Einige Stadträte sehen nach wie vor Probleme

Nach wie vor skeptisch zeigte sich auch Christian Hettmer (CSU), denn bis 2024 sei es nicht mehr so weit hin, um die Probleme zu lösen. Manches dürfte sich aber nach Einschätzung von Katja Kaus vom Bauamt relativ schnell klären, etwa die Statik. Dazu werde es bis Mai belastbare Aussagen geben, erklärte sie auf Nachfrage von Dr. Reinhard Steuer (UBV). Auch beim Brandschutz zeichne sich ab, dass es „weniger aufwendig als gedacht“ werde.

Zuvor hatte Sonia Fischer als Projektverantwortliche für die Landesausstellung zum Stand der Dinge berichtet: Demnach reiche laut dem Bauamt der Zeitraum bis Ende 2023 für die entsprechenden Planungs- und Baumaßnahmen aus. Allerdings verwies Fischer auch auf die Hochkonjunktur im Baugewerbe und auf die zum Teil stark beengten Verhältnisse. Deshalb müsse ein besonderer Aufwand geleistet werden, um termingerecht fertig zu werden.

Zwei Jahre Zeit für Sanieren und Umbauen

Ziel sei, die Planungen für einen barrierearmen Zugang zum Museum bis Herbst abzuschließen und bis Ende 2021 den öffentlichen Raum am Stadtmuseum umzugestalten, um danach das Stadtmuseum sanieren zu können. Diese Arbeiten sollten im Sommer 2021 starten und gut zwei Jahre später abgeschlossen werden. So bleibe noch Zeit, damit der Bau bis Ende 2023 trocknen könne. Die Projektgruppe zur Landesausstellung habe bereits fünfmal getagt und Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Regierung von Oberbayern (Brandschutz) geführt.

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14.02.2020

Die Chance, eine Landesausstellung nach Landsberg zu holen, sollte sich die Stadt nicht entgehen lassen.
Also Ärmel hochkrempeln und mit Mut und Tatkraft ran ans Werk!

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