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Landsberg

25.02.2016

Landkreis-Kunstpreis für Heckelmann

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2 Bilder
Ernst Heckelmann bekommt den ersten Kulturpreis des Landkreises am 8. April überreicht.
Bild: Thorsten Jordan

Der Maler aus Dornstetten ist der erste Preisträger der Landkreis-Auszeichnung.

Der Kunstpreis des Landkreises Landsberg geht an den Maler Ernst Heckelmann. Dieser Preis wird 2016 erstmals vergeben und an Künstler verliehen, die im Bereich der bildenden Kunst besonders hervorragende Leistungen erbracht haben. Der Kulturbeirat des Landkreises hat den Unterdießener Künstler bestimmt. Die Preisverleihung findet am 8. April ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes statt. Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert.

Die Entscheidung über die Preisvergabe erfolgt durch den Kulturbeirat, der sich aus neun Kreisräten und dem Landrat zusammensetzt. Das Vorschlagsrecht für die Bewerbung obliegt den Kreisräten und dem Landrat. Die Dießener Künstlerin und Kreisrätin Annunciata Foresti hatte diese Idee mit in den Kreistag und auf den Weg gebracht. „Ned ganz verkehrt“ – so lautet die erste Stellungnahme des Künstlers auf die Frage, was er dazu sagt, der erste Preisträger zu sein. Heckelmann ist im Landkreis für seine großformatigen Bergbilder, Palmen, aber auch die putzigen Bärenbilder bekannt, die viele Liebhaber gefunden haben. Bei den Versteigerungen des Landsberger Tagblatts für die Kartei der Not erzielten seine Werke immer ein mehrfaches des Aufrufgebots und waren sehr beliebt. Eines seiner Werke – ein großer Dampfer – hängt im Innenbereich des Ammersee-Gymnasiums, und auch sonst ist Heckelmann, der auch Unterricht an der Kunstakademie in Reichenhall gibt, sehr erfolgreich. Ein sehr besonderer Pinselstrich, eine dynamische Malweise und der Blick fürs Wesentliche zeichnen den Künstler aus. Er beherrscht bravourös die Mischung aus abstrakter Malerei mit einer manchmal enormen Freude zum versteckten Detail. Wenn es den Begriff „liebevoll hingeworfen“ gibt, auf die Bilder von Heckelmann trifft er in jedem Fall zu. Ob nun Landschaften in der Stimmung von Caspar David Friedrich entstehen, Dampfer über den See schippern oder Palmen sich im Wind bewegen, man ist bei seinen Bildern fasziniert davon, wie viel Zauber im Detail liegt und wie lange man beim Betrachten verweilen kann. Bei all diesen gestisch wild wirkenden Bildern ist es die Leichtigkeit, die erstaunt. Die Werke sehen luftig und beschwingt aus.

Auch seine Installation „wartaweil is anderswo“ ist von dieser Frische und Lebendigkeit. Die Neon-Installation ist für jedes öffentliche Gebäude (auch Wartesäle) eine Bereicherung, denn es lässt sich vortrefflich darüber nachdenken und philosophieren. Vor allem, wenn man weiß, dass Wartaweil der Geburtsort des Malers ist. Diese Verbundenheit zur Heimat mit einer erfrischenden systemimmanenten Distanz ist typisch für Heckelmann. Heckelmann ist eine ganz eigene Bildsprache inne, ein wenig traurig, aber mit Witz, manchmal schlecht gelaunt, aber doch lebensfroh, vermitteln die Bilder, ob nun Sonnenuntergang oder Palmen im Wind, sehr viel Zuversicht. Wohl auch ein Grund warum er nun der erste Preisträger des neugeschaffenen Kunstpreises ist.

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