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Landkreis Landsberg
24.11.2021

Corona im Kreis Landsberg: Viele Neuinfektionen und weiteres Todesopfer

Erneut gibt es im Landkreis Landsberg zahlreiche Neuinfektionen mit dem Coronavirus.
Foto: Ralf Lienert/Symbolbild

Der bundesweite Corona-Trend zeigt sich auch im Landkreis Landsberg. Es gibt einen weiteren Covid-Todesfall. Das Klinikum ändert seine Regeln und liefert einen Einblick in die Statistiken.

Noch nie hat es in Deutschland so viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Am Dienstag meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 66.884 Ansteckungen und erstmals kletterte der Inzidenzwert (Infektionen binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner) auf einen Wert von über 400 (404,5). Deutschlandweit wurden 335 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Auch im Landkreis Landsberg gab es erneut ein Opfer. Somit sind in der Region seit Pandemiebeginn 95 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.

Nach Angaben des Landratsamtes handelte es sich bei dem jüngsten Opfer um eine Person mittleren Alters. Ob Vorerkrankungen vorlagen, ist nicht bekannt.

Mehr als 7000 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Landsberg

Zwischen Ammersee und Lech wurden im Vergleich zum Vortag 68 neue Infektionsfälle registriert. 7033 haben sich offiziell mit dem Coronavirus seit Pandemiebeginn infiziert und damit wurde die 7000er-Marke erstmals überschritten. Der Inzidenzwert liegt aktuell bei 541,2. Nach Angaben des Landratsamtes befinden sich 1246 Infizierte in Quarantäne, außerdem 695 enge Kontaktpersonen. Derzeit werden 36 Covid-Patienten im Klinikum Landsberg behandelt, vier (alle ungeimpft) davon auf der Intensivstation, teilt das Landratsamt mit.

Bis heute wurden in der vierten Welle 28 Patienten mit Covid-19 auf der Landsberger Intensivstation behandelt. Von den 28 waren nach Angaben von Dr. Hubert Meyrl, dem Ärztlichen Direktor, 21 Personen nicht geimpft. Sieben hatten einen vollständigen Impfschutz. "Entsprechend dem Anteil der Geimpften an der erwachsenen Bevölkerung von etwa vier Fünfteln müssten bei gleichem Infektionsrisiko viermal so viele Geimpfte im Vergleich zu den Nichtgeimpften auf der Intensivstation behandelt worden sein, tatsächlich waren es aber nur ein Drittel. Somit ist das Risiko einer notwendigen Intensivbehandlung wegen Covid-19 bei Nichtgeimpften mindestens um den Faktor zehn höher", rechnet der Direktor vor.

So alt sind die betroffenen Patienten

Der Altersdurchschnitt der nichtgeimpften Patienten beträgt 59,5 Jahre, der der geimpften 74,3 Jahre. Soweit die Behandlung bei 23 Patienten abgeschlossen ist, gibt es folgende Statistik: Laut Klinikum sind insgesamt neun Patienten verstorben - drei aus der Gruppe der Geimpften und sechs aus der Gruppe der Nichtgeimpften.

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Die aktuell 35 in Landsberg behandelten Covid-Patienten sind im Schnitt 74 Jahre alt. Über den Impfstatus der Patienten auf der Infektstation gibt das Klinikum keine Auskunft. Außerdem sind derzeit nach Angaben des Klinikums neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden.

Das Klinikum Landsberg aktualisiert die Corona-Regelungen. Alle ambulante Patienten müssen für Untersuchungen ab Donnerstag, 24. November, immer einen tagesaktuellen Schnelltest mitbringen – egal, ob sie geimpft oder genesen sind. Alle Klinikum- und MVZ-Mitarbeiter unterziehen sich ab sofort arbeitstäglich einem Corona-Schnelltest – unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus, so das Klinikum. Der Reha-Sport kann aufgrund eines eigenen Hygiene-Konzepts und des Zugangs über die Außentüre in den Gymnastikraum weiterhin stattfinden. Das Babyschwimmen muss bis auf Weiteres entfallen.

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