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Landkreis Landsberg
04.05.2021

Die Polizei kontrolliert zum Schutz von Radfahrern

Zum Schutz von Radfahrern findet ein bayernweiter Aktionstag der Polizei statt.
Foto: Matthias Wild (Symbol)

Um die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schützen, findet am 5. Mai ein bayernweiter Aktionstag statt. Auch rund um Landsberg hat die Polizei die Sicherheit von Radfahrern im Blick.

„Als Autofahrer mag ich die Radfahrer nicht, als Radfahrer mag ich die Autofahrer nicht und als Fußgänger mag ich gar niemanden.“ Dieser Satz ist leicht abgewandelt und stammt aus einem Internet-Meme. Aber er bringt die Diskrepanz auf bayerischen Straßen ganz gut auf den Punkt. Um vor allem Radfahrer angesichts steigender Unfallzahlen besser zu schützen, findet am heutigen Mittwoch ein bundesweiter Aktionstag statt. Das Motto lautet „sicher.mobil.leben – Radfahrer im Blick“.

Die Zahlen der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern sind im vergangenen Jahr stark angestiegen, teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit. Dazu gehört auch der Landkreis Landsberg. „Zur Sicherheit unserer ungeschützten Verkehrsteilnehmer startet am Mittwoch bundesweit ein länderübergreifender Verkehrsaktionstag“, heißt es in einer Mitteilung. Bayernweit werden sich die Polizeipräsidien von 6 Uhr morgens bis 24 Uhr an dem Aktionstag „sicher.mobil.leben – Radfahrer im Blick“ beteiligen. Für das Polizeipräsidium Oberbayern Nord ist das auch der Auftakt, im Mai gezielt Verkehrskontrollen durchzuführen und dabei schwerpunktmäßig ein Augenmerk auf „ungeschützte Verkehrsteilnehmer“ zu richten.

Unfälle mit Radfahrern steigen im Landkreis Landsberg

Die aktuelle Verkehrsstatistik weist im Landkreis Landsberg im Jahr 2020 einen starken Anstieg der Radunfälle aus. Im Bereich der Polizeiinspektion Landsberg stieg der Wert von 139 auf 159 Unfälle. Bei 31 Unfällen waren Pedelecs, also elektrisch angetriebene Fahrräder, involviert. Im Vergleich zum Vorjahr stieg diese Zahl fast um das Doppelte an. Im Vorjahr waren lediglich 18 Fahrradunfälle mit Pedelec registriert worden. Das geht aus den Anfang des Jahres veröffentlichten Zahlen hervor. Dabei wurden 155 Personen verletzt.

Allen Verkehrsteilnehmern möchte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zwei wichtige Regeln in Erinnerung rufen, die bereits 2020 mit der Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) zum Schutz der Radfahrer eingeführt wurden:

Kraftfahrzeuge müssen beim Überholen auf der Fahrbahn einen Mindestabstand zu Radfahrern, Fußgängern und E-Scootern halten. Außerorts sind das mindestens zwei Meter, innerorts 1,50 Meter. Bisher war lediglich ein „ausreichender Seitenabstand“ in der StVO vorgeschrieben. Zudem dürfen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zum Schutz der Zweiradfahrer innerorts beim Rechtsabbiegen nur Schrittgeschwindigkeit fahren. (lt/wimd)

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